18. November 2005

Heim und Heimat für Menschen mit Behinderung

Diözesan-Caritasdirektor weihte neues Haus in der Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf


Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon (2. v. re.) segnete die neuen Räume

„Der Geist der Geschwisterlichkeit, der Barmherzigkeit und des Verzeihens“ möge Mitbewohner im Haus Theresa von Avila sein, sagte Diözesan-Caritasdirektor Domvikar Bernhard Simon beim Festgottesdienst anlässlich der Einweihung eines neuen Wohnheimes in der Einrichtung der Barmherzigen Brüder Gremsdorf. Gleichzeitig sprach er allen Verantwortlichen den Dank dafür aus, dass sie den Mut haben, neue Wege zu gehen, „Haus und Heimat zu schaffen“.

Die Behinderteneinrichtung in Gremsdorf ist ihrem Ziel der Generalsanierung einen weiteren großen Schritt näher gekommen. 40 Heimbewohner finden im neu errichteten Wohnheim Thera von Avila ihre Heimat, und zwar nun ausschließlich in Ein- und Zweibettzimmer. In den vier Wohngruppen entstanden jeweils ein Wohn- und Esszimmer, Küche, Pflegebad und Hauswirtschaftsraum. Die Zimmer sind rollstuhlgerecht ausgelegt. Jede Wohngruppe ist mit einem Wintergarten sowie einer Terrasse bzw. Balkon versehen.

Gleichzeitig wurde das neu errichtete Therapiezentrum mit den Arzt- und Ambulanzräumen sowie einem Gymnastik-, Ergotherapie und Wasserklangbettraum offiziell seiner Bestimmung übergeben. Gesamtleiter Günther Allinger verwies darauf, dass die Modernisierung des gesamten Wohnbereichs mit 280 Plätzen nun abgeschlossen sei.

Auch Heimbewohnerin Sara Zunner sagte Dank, mahnte aber gleichzeitig, dass gerade in einer „Zeit der Einsparungen“ Menschen mit Behinderungen nicht als „Aufwand oder Kostenfaktor“ definiert werden dürften.

Den Festvortrag hielt die gesetzliche Betreuerin Christine Wolf-Mutzke. Sie lobte ausdrücklich die „professionelle Arbeit“, aber auch die „gelebte Nächstenliebe“ innerhalb der Gremsdorfer Behinderteneinrichtung. So sei es eben auch ganz im Sinne der Namenspatronin Theresa von Avila trotz „Begrenztheit menschlichen Handelns“ schöpferisch und mitmenschlich zu wirken; und dies sei eben tagtäglich in Gremsdorf zu verspüren. Für den Neubau wünschte sich die Berufsbetreuerin auch einen Raum der Stille und Entspannung.