17. November 2005

Einweihung der Caritas-Hausgemeinschaften für Senioren St. Elisabeth in Hollfeld

Die Caritas-Hausgemeinschaften für Senioren St. Elisabeth sind nach dem Wohngruppenmodell gestaltet: 80 Bewohnerinnen und Bewohner verteilen sich auf acht Gruppen zu jeweils zehn Personen. Jede Wohngruppe verfügt über einen gemeinsamen Aufenthaltsbereich. Zu ihm gehört auch eine Wohnküche, denn die Mahlzeiten werden in der Hausgemeinschaft zubereitet. Wer von den Bewohnern dies möchte, kann sich an der Planung der Mahlzeiten, am Kochen und am Geschirrspülen beteiligen. Auch andere alltägliche Verrichtungen bleiben den Bewohnern überlassen, sofern sie dazu in der Lage sind. Die Erfordernisse der Pflege ordnen sich den Bedürfnissen der Hausbewohner unter. Eine Präsenz-Mitarbeiterin ist als Bezugsperson tagsüber in der Hausgemeinschaft anwesend und begleitet und unterstützt die Bewohner bei ihren Tätigkeiten. Sie ist für die Essenszubereitung und die Wäsche sowie für pflegerische Hilfen zuständig; sie wird unterstützt von Pflegefachkräften. Dieses Konzept soll den Bewohnern ermöglichen, den Alltag, den sie von zu Hause gewohnt sind, weitgehend fortzuführen.

Anfang August sind die Bewohner in die neuen Hausgemeinschaften umgezogen. Jeder  von ihnen hat ein eigenes Einzelzimmer erhalten. In der Regel teilen sich jeweils zwei Zimmer eine gemeinsame Nasszelle. Zwei Zimmer jeder Wohngruppe verfügen jedoch über eine eigene Nasszelle. Der Grundriss der neuen Anlage, die sich auf Erdgeschoss und zwei Obergeschosse erstreckt, ähnelt einer Sechs. Erstmals ist ein Alten- und Pflegeheim des Diözesan-Caritasverbandes so angelegt, dass sich vier Gebäudeflügel um einen großen Innenhof gruppieren. Das neue Haus verfügt im Eingangsbereich über eine Cafeteria und über eine große Kapelle mit Aufbahrungsraum; Ausstattung und Kunstverglasung wurden aus der Kapelle des Altgebäudes übertragen.

Die neu gebauten Caritas-Hausgemeinschaften für Senioren St. Elisabeth ersetzen das bisherige Caritas-Alten- und Pflegeheim. Von diesem wurde zunächst nur ein Teil – der niedrige Anbau – abgerissen, um auf dem freigewordenen Gelände das neue Haus zu errichten. Die Bewohnerinnen und Bewohner waren während der Bauarbeiten im mehrgeschossigen Teil der alten Anlage untergebracht. Der Neubau wurde bereits diesen Sommer fertiggestellt und konnte bei einem Tag der offenen Tür am 31. Juli erstmals von der Öffentlichkeit besichtigt werden.

Die Kosten des Neubaus betrugen 7,6 Millionen Euro. Sie werden bezuschusst vom Landkreis Bayreuth mit 508.735 Euro, von der Stadt Hollfeld mit 460.162 Euro und vom Deutschen Hilfswerk mit 500.000 Euro.