11. November 2005

www.freiwilligennet.de: Ehrenamtliche suchen im Internet

Diözesan-Caritasverband stellt neues Angebot für das gesamte Erzbistum Bamberg bereit


Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon (rechts) bei der Vorstellung der Homepage vor der Presse heute in Bamberg.

„Wir wollen jüngere Menschen für das Ehrenamt gewinnen und wir wollen Freiwillige im Erzbistum auch dort vermitteln, wo wir keine Freiwilligenzentren vor Ort haben.“ So umschreibt Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon die Ziele der neuen Homepage www.freiwilligennet.de. Sie wurde diese Woche auf der ConSozial 2005, der 7. Fachmesse für den Sozialmarkt in Nürnberg, und heute bei einer Pressekonferenz in der Ehrenamtsbörse CariThek in Bamberg vorgestellt. Die Homepage ist das erste Angebot dieser Art in Bayern.

www.freiwilligennet.de ist zum einen ein Service für Bürgerinnen und Bürger, die eine Möglichkeit suchen, sich zu engagieren. Wer sich ehrenamtlich einbringen will, aber nicht weiß wo, kann auf www.freiwilligennet.de eine passende Einsatzstelle suchen. Dabei ermöglicht die Homepage eine differenzierte Suche nach verschiedenen Kriterien:

In jedem Fall erhält der potentielle Freiwillige eine Liste von Einsatzstellen. Die einzelnen Einsätze sind ausführlich beschrieben. Und ihm wird ein Ansprechpartner genannt, an den er sich wenden kann.

www.freiwilligennet.de ist zum anderen ein Service für Organisationen, die für ihre Arbeit Ehrenamtliche suchen. Pfarreien, Vereine, Verbände, Initiativen, Gruppen und Einrichtungen haben die Möglichkeit, über www.freiwilligennet.de Freiwillige zu gewinnen. Dazu melden sie sich zunächst auf der Homepage an und werden dann vom Administrator freigeschaltet. Danach können sie jederzeit beliebig viele Suchanfragen eingeben. Dabei müssen sie detaillierte Angaben und eine ausführliche Beschreibung der Tätigkeit, für die sie Freiwillige suchen, hinterlegen. Dies ermöglicht dann den Bürgern, die die Homepage besuchen, die passgenaue Suche nach einem Engagement, das auf ihre Fähigkeiten und Wünsche zugeschnittenen ist.

Der große Vorteil dieses Verfahrens besteht in der einfachen Handhabung: Jede Organisation kann von einem beliebigen PC mit Internetzugang aus ihre Suchanfragen eingeben. Dazu sind keinerlei besondere Kenntnisse nötig, die über das normale Surfen im Internet hinausgehen. Niemand muss ein spezielles Computer-Programm erlernen. Die Eingabemasken sind selbsterklärend.

Auch wer selber über keinen Internetzugang verfügt, kann www.freiwilligennet.de nutzen. Er wendet sich an eines der Freiwilligenzentren, das dann seine Suchanfrage nach Ehrenamtlichen in die Homepage eingibt. Das Freiwilligenzentrum dient dann auch als erster Ansprechpartner für die Bürger, die sich für genau diesen Einsatz interessieren.

„Unsere Homepage, die man auch als virtuelles Freiwilligenzentrum beschrieben könnte, ist daher keine Konkurrenz für die bestehenden Freiwilligenzentren“, betont Diözesan-caritasdirektor Bernhard Simon. Zumal es im Erzbistum Bamberg nur drei dieser Einrichtungen gibt: das Freiwilligenzentrum in Bayreuth, das Freiwilligenzentrum „mach mit!“ in Neustadt an der Aisch und die CariThek in Bamberg.

www.freiwilligennet.de richtet sich zunächst einmal an den kirchlichen Bereich. Daher trägt der Internetauftritt den Titel „Ehrenamt im Erzbistum Bamberg“ und bezieht sich geographisch gesehen auf dessen Gebiet. Die Homepage steht aber auch anderen sozialen und gemeinnützigen Organisationen für die Suche nach Freiwilligen offen.

Die Idee zu einem solchen Angebot im Internet, wie es www.freiwilligennet.de darstellt, stammt vom Caritasverband für das Erzbistum Köln. Er hat als erster eine solche Homepage verwirklicht und das Muster dem Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg kostenlos überlassen.