27. Mai 2005

Erzbischof übergibt Erlös der Caritas-Laufgruppe an Kindererholung

Die Aktion „Wir wollen an den Nöten der Menschen nicht vorbei laufen“ ist zu einem von den Initiatoren nicht vorhergesehenen Erfolg geworden. 9.269 Euro konnten die 110 Einzelläuferinnen und -läufer sowie 114 Schülerinnen und Schüler der Caritas-Laufgruppe beim 2. Weltkulturerbelauf in Bamberg zugunsten der Caritas-Kindererholung einwerben. Zu dem hohen Spendenergebnis trug das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph Stiftung, das die Caritas-Laufgruppe zudem mit Schweißbändern ausstattete, mit 1200 Euro bei. Die LIGA Bank gab 200 Euro, und der Sportartikelhersteller PUMA unterstützte die Läuferinnen und Läufer mit speziellen Getränken und Trikots. Der größte Teil der Spenden – darunter hohe Einzelbeträge – kam von Privatleuten.

Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick, der die Schirmherrschaft über die Caritas-Laufgruppe übernommen hatte, wird die „erlaufene“ Spendensumme am Mittwoch, den 1. Juni an Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon zur Finanzierung von Caritas-Kindererholungen übergeben.

Die Kindererholung der Caritas ist eine Kombination von Gesundheitsmaßnahme und pädagogisch betreuter Freizeit. Sie ist gedacht für gesundheitlich angeschlagene Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren, die zudem aus Familien kommen, die sich einen Urlaub nicht leisten können. Die Zahl solcher Familien wächst, wie die Erfahrung des Diözesan-Caritasverbandes zeigt. Nur eine Minderheit der Eltern kann den Eigenanteil an den Kosten für eine Kindererholung aufbringen. Maximal 30 % der Gesamtkosten wird auf diese Weise gedeckt. Rund 40 % tragen Krankenkassen und Jugendämter. Den „Rest“ müssen Pfarreien und Caritas finanzieren. Die staatliche Unterstützung wurde im vergangenen Jahr eingestellt. Daher fehlten für die fünf Maßnahmen, die der Diözesan-Caritasverband 2005 durchführen will, bislang 36.000 Euro.