11. März 2005

Einweihung des Caritas-Seniorenzentrums St. Josef

Passend am Josefstag feiert der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg die Einweihung des neu gebauten Caritas-Seniorenzentrums St. Josef in Bamberg-Gaustadt (Andreas-Hofer-Straße 17a). Es löst das bisherige Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Josef ab. Das neben dem Altbau neu errichtete Seniorenzentrum verwirklicht erstmals in einem Alten- und Pflegeheim des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg das Hausgemeinschaftskonzept.

Bei diesem Konzept leben die Bewohnerinnen und Bewohner in überschaubaren Gemeinschaften von jeweils zehn Personen. Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer mit Diele und Bad (Waschbecken, Duschbad, WC). Das kombinierte Wohn-Schlafzimmer kann der Bewohner mit eigenen Möbeln ausstatten. Die zehn Appartements gruppieren sich um einen Wohnbereich für gemeinsame Aktivitäten. Zu diesem Bereich gehört auch eine Wohnküche, denn die Mahlzeiten werden in der Hausgemeinschaft zubereitet. Wer von den Bewohnern dies möchte, kann sich daran beteiligen. Auch andere alltägliche Verrichtungen bleiben den Bewohnern überlassen, sofern sie dazu in der Lage sind. Die Erfordernisse der Pflege ordnen sich den Bedürfnissen der Hausbewohner unter. Eine Präsenz-Mitarbeiterin ist als Bezugsperson tagsüber in der Hausgemeinschaft anwesend. Sie begleitet und unterstützt die Bewohner bei ihren Tätigkeiten. Sie ist für die Essenszubereitung und die Wäsche sowie für pflegerische Hilfen zuständig; sie wird unterstützt von Pflegefachkräften. Dieses Konzept soll den Bewohnern ermöglichen, den Alltag, den sie von zu Hause gewohnt sind, weitgehend fortzuführen.

Im Neubau des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Josef sind fünf solcher Hausgemeinschaften mit insgesamt 50 Wohn-Pflegeplätzen entstanden. Eine der Hausgemeinschaften ist als beschützende Abteilung für an Demenz erkrankte Bewohner eingerichtet. Für Kurzzeitpflege sind vier Plätze in die Gruppen eingestreut. Im Erdgeschoss des Hauses liegen die Kapelle, die Platz für 50 Besucher bietet, das Foyer und eine Cafeteria. Im dritten Stock des Hauses haben die indischen Assisi Sisters, die das Haus leiten, ihre Schwesternklausur mit zehn Zimmern.

Im Erdgeschoss wird zudem eine Tagespflegestation eingerichtet. Sie bietet zehn Plätze für ältere Menschen, die nur tagsüber Unterstützung und Begleitung benötigen. Die Tagespflegestation wird voraussichtlich Mitte des Jahres eröffnet.

Der Neubau des Seniorenzentrums wurde notwendig, weil das bisherige Haus sich den heutigen Erfordernissen stationärer Pflege nicht anpassen ließ. Neben der teilweise schlechten Bausubstanz machte die geringe Breite des Hauses den Einbau von Nasszellen unmöglich. Die Kosten des in zweijähriger Bauzeit errichteten Caritas-Seniorenzentrums St. Josef betragen 7,6 Millionen Euro. 32 der Pflegeplätze, darunter die zehn Plätze der beschützenden Abteilung, die vier Kurzzeit- und die zehn Tagespflegeplätze, erhalten eine öffentliche Förderung. Daher bezuschussen die Stadt Bamberg und der Freistaat Bayern die Baukosten mit jeweils 873.000,00 €. Weitere 500.000 € erhält der Diözesan-Caritasverband vom Deutschen Hilfswerk aus der ARD-Fernsehlotterie. Die übrigen Kosten muss der Diözesan-Caritasverband selbst aufbringen.

Das Caritas-Seniorenzentrum St. Josef hat auch eine neue Telefonnummer. Es ist zu erreichen unter Tel. (0951) 968 39-0, Fax (0951) 968 39-111.

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