1. März 2005

Vor Gott ist auch der demenzkranke Mensch „unendlich viel wert“

Gottesdienst mit Krankensalbung im Scheinfelder Altenheim beschloss Frühjahrssammlung der Caritas

Mit einem Gottesdienst im Caritas-Alten- und Pflegeheim Maximilian Kolbe in Scheinfeld hat der Diözesan-Caritasverband am gestrigen Sonntag die Caritas-Frühjahrssammlung abgeschlossen. Der Ort war bewusst gewählt, weil die Caritas im Erzbistum Bamberg die Sammlung unter das Motto „Demenzkranke und ihre Angehörigen begleiten“ gestellt hatte. Der Anteil an Demenz erkrankter Menschen unter den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen liegt zwischen 60 und 80 %.

Im Rahmen des Gottesdienstes spendeten Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon und der Seelsorger des Altenheims, Pater Jonut, die Krankensalbung. Das Sakrament, führte Simon in seiner Predigt aus, sei Zeichen der Nähe und Fürsorge Gottes. Das Öl, mit dem bei der Krankensalbung Stirn und Hände gesalbt werden, signalisiere die Würde eines jeden Christen, denn früher sei die Salbung mit Öl Königen und Priestern vorbehalten gewesen. Gerade die Krankensalbung bringe zum Ausdruck, dass vor Gott jeder Mensch „unendlich viel wert ist“ – unabhängig von seinem Leistungsvermögen. „Gerade wenn wir krank oder dement sind,“ betonte Simon, „wenn wir nichts mehr tun können, wenn wir nicht mehr wissen, was um uns vorgeht, dann liebt uns Gott.“

Die Frühjahrssammlung der Caritas erfolgte in diesem Jahr vom 20. bis 27. Februar. Erstmals wurde sie von einem diözesanen Veranstaltungsprogramm begleitet, welches das landesweite Motto „Not sehen und handeln“ inhaltlich konkretisierte. Es wurde vom Caritasverband Scheinfeld und Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim durchgeführt. Im Rahmen des Programms hatte auch Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick in Neustadt/Aisch Demenzkranke und eine Gruppe pflegender Angehöriger besucht.

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