17. Juni 2005

Der Caritasverband Nürnberg öffnete seine Türen - Eine bunte Palette an Hilfen


Die Comboni-Schwester Assunta (rechts), die bei der Caritas afrikanische Flüchtlinge betreut, schenkte in den Räumen der Migrationsberatung zusammen mit Frauen aus Äthiopien und Eritrea Kaffee aus deren Heimat aus.


Auch das Frauenhaus Hagar, dessen Adresse zum Schutz der Bewohnerinnen geheim bleibt, stellte sich vor. In der Geschäftsstelle am Obstmarkt zeigte Leiterin Schwester Anna-Matthia auf, wie Frauen und Kinder unter Gewalterfahrungen in der Familie leiden.


Etwas Besonderes ließ sich die Suchtberatung am Obstmarkt einfallen. In historischen Gewändern, die das Staatstheater Nürnberg zur Verfügung gestellt hatte, führten Mitarbeiter durch die Geschichte der Suchtkrankenhilfe: Vor 75 Jahren war die erste "Trinkerfürsorgerin" fest angestellt worden.


Kinderkino, Computerspiele, Malen oder, wie hier zu sehen, die Produktion von Buttons unter Anleitung von Sozialpädagogin Judith Alexander: den Kindern wurde es am Tag der Offenen Tür nicht langweilig und die Eltern hatten Zeit für Gespräche.
Fotos: Sauerbeck

Zu seinem 100. Geburtstag lud der Caritasverband Nürnberg die Bevölkerung zu einem Tag der Offenen Tür ein. Nahezu 30 Einrichtungen öffneten ihre Türen und stellten ihre Hilfen vor. Einige hundert Besucher nutzten die Gelegenheit und informierten sich vor Ort aus erster Hand.

So boten Senioren- und Pflegeheime Hausführungen an, Sozialstationen und Tagespflege gaben Einblick in das Spektrum ambulanter Dienste und Beratungsstellen präsentierten ihr Angebot. Dabei wurde nicht nur die Vielfalt caritativen Wirkens in der Stadt deutlich, sondern auch Aufmerksamkeit geschaffen für die Not vieler Menschen mitten in der Stadt.

Zum Beispiel wies die Einrichtung "Betreutes Wohnen für Menschen mit psychischen Erkrankungen" auf die Situation von Frauen und Männern hin, die unter Psychosen oder Depressionen leiden. Eine Ausstellung mit Bildern von Klienten und Klientinnen dokumentierte die unterstützende Arbeit in der Kunsttherapie.

 Im Bereich der Wohnungslosenhilfe waren die Einrichtung Domus Misericordiae, die Ökumenische Wärmestube und die Straßenambulanz "Franz von Assisi" geöffnet. Hier wurde sichtbar, wie die Caritas Menschen am Rande der Gesellschaft begleitet. Auch die Strafentlassenenhilfe gab einen Einblick in ihre Arbeit mit straffällig gewordenen Menschen.

Viele Besucher verzeichnete das Kinder- und Jugendhaus Stapf. Besonders gefragt waren Informationen über die Einrichtungen im Jugendhilfebereich und die integrativen Kindertagesstätten. Bei den Kindern kam insbesondere der Luftballonwettbewerb gut an.