2. Juni 2005

Erzbischof rundete auf 10.000 Euro auf

Caritas-Laufgruppe übergab Spende an Kindererholung


Die Spender und Caritas-Vertreter bei der Spendenübergabe im Bischofshaus: vordere Reihe: Gerhard Barlet, Prälat Walter Schirmer, Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick, Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon, Werner Hümmer von der Hümmer Stahlbau GmbH (Bamberg), Matthias Blum von den Michelin Reifenwerken (Hallstadt), Prof. Clemens Renker (Hallerndorf), hintere Reihe: Dr. Klemens Deinzer vom kirchlichen Wohnungsunternehmen Joseph Stiftung, Liselotte Schallenberg, Josef Noppenberger (beide Diözesan-Caritasverband), Peter Gügel von der Deutschen Nährmittelgesellschaft (Altendorf), Raimund Köhler von der LIGA Bank Bamberg und Helmar Fexer (Diözesan-Caritasverband)

9.269 Euro hatte die Caritas-Laufgruppe im Rahmen des 2. Weltkulturerbelaufs in Bamberg an Spenden für die Caritas-Kindererholung gesammelt. Bei der Scheckübergabe am gestrigen Mittwoch erhöhte Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick den Betrag spontan auf 10.000 Euro.

Zu der kleinen Feier im Bischofshaus waren auch einige Großspender gekommen. Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon dankte ihnen und allen Spendern für ihre Unterstützung. Zugleich lobte er das „Engagement der einsatzfreudigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas“, die die Aktion „Wir wollen an den Nöten der Menschen nicht vorbei laufen“ organisiert haben. Die Arbeit der Caritas sei gut und werde gebraucht, sei aber auch von Geldgebern abhängig. Daher brauche die Caritas solche Aktivitäten.

Die Notwendigkeit der Caritas-Kindererholung unterstrich Liselotte Schallenberg, Leiterin der Abteilung Familienhilfe beim Diözesan-Caritasverband. Alle Kinder, die an Caritas-Kindererholungen teilnehmen – jährlich sind es zwischen 200 und 240, „kommen mit ärztlichen Attesten, sind also wirklich krank.“ Darüber hinaus hätten die meist aus sozial benachteiligten Familien stammenden Kinder Probleme, die man längst überwunden glaubte, etwa Mangelernährung. Trotzdem zögen sich die Krankenkassen aus der Finanzierung der Kindererholung mehr und mehr zurück. Der Freistaat Bayern habe seine Zuschüsse komplett gestrichen, und die Sozialämter zahlten seit der Einführung von Hartz IV auch keine Beihilfen mehr. Trotzdem, betonte Schallenberg, „will die Caritas jedem Kind, das es nötig hat, Kindererholung ermöglichen.“ Diese Absicht sei ohne Spenden nicht zu verwirklichen.

Erzbischof Schick, der als Schirmherr der Caritas-Laufgruppe den Erlös der Aktion an Diözesan-Caritasdirektor Simon überreichte, verriet, erstmals mit der Caritas in Kontakt gekommen sei er, als er während seiner Studienzeit als ehrenamtlicher Betreuer Kindererholungen begleitet habe.