17. Februar 2005

Caritas-Sammlung stellt Demenzkranke und ihre Angehörigen in den Mittelpunkt

Erstmals begleitet ein diözesanes Veranstaltungsprogramm die Sammlungswoche


Gerhard Behr-Rößler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Neustadt/Aisch, und Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon mit dem Plakat der Caritas-Frühjahrssammlung

Vom 20. bis 27. Februar findet in diesem Jahr die Frühjahrssammlung der Caritas statt. Erstmals wird die Caritas im Erzbistum Bamberg das landesweite Motto „Not sehen und handeln“ konkretisieren mit einer thematischen Schwerpunktsetzung und dazu zentrale Veranstaltungen durchführen. Das diözesane Thema lautet: „Demenzkranke und ihre Angehörigen begleiten“.

Demenzkranke und ihre Angehörigen begleiten

Demenzerkrankungen sind eine Hauptursache für Pflegebedürftigkeit im Alter. Rund eine Million Menschen in Deutschland sind von Demenz betroffen. Mit einem Anteil von etwa 60 % der Erkrankungen ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste Form von Demenz. Demenz bedeutet den Verlust geistiger Fähigkeiten bis hin zur Veränderung der Persönlichkeit und zum kompletten Verlust im Leben erworbener Fertigkeiten.

80 % der Demenzkranken werden zu Hause von Angehörigen gepflegt. Zu 85 % sind die Pflegenden Frauen: Ehefrauen, Töchter, Schwiegertöchter. Die Beanspruchung rund um die Uhr setzt die pflegenden Angehörigen einer hohen physischen und psychischen Belastung aus.

Für Demenzkranke, die zu Hause leben, bietet die Caritas ambulante Pflege durch die Pflegekräfte der Sozialstationen und – z.B. für den Fall, dass die Angehörigen tagsüber außer Haus sind – die Betreuung in Einrichtungen der Tagespflege an. Daneben wendet sich die Caritas speziell an die pflegenden Angehörigen selber. Für sie gibt es Beratungsstellen, Schulungen und Gesprächskreise. Diese Dienste für pflegende Angehörige muss die Caritas ganz oder fast ausschließlich selbst finanzieren. Sie ist daher gerade in diesem Bereich auf die Spenden aus der Caritas-Sammlung angewiesen.

Auftakt der Caritas-Frühjahrssammlung

Die Caritas-Frühjahrssammlung eröffnet ein diözesaner Auftaktgottesdienst, der das Thema „Demenzkranke und ihre Angehörigen begleiten“ aufgreift und pflegende Angehörige mit ihren Anliegen zu Wort kommen lässt. Der Gottesdienst wird am Sonntag, 20. Februar 2005, um 10.15 Uhr in Bad Windsheim in der Pfarrkirche St. Bonifaz gefeiert. Die Predigt hält Weihbischof Werner Radspieler, der 1. Vorsitzende des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg e.V. Konzelebrieren werden Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon und Dekan Georg Birkel. Nach dem Gottesdienst findet eine Begegnung im Pfarrsaal statt.

Zentrales Veranstaltungsprogramm

Das zentrale Programm zum thematischen Schwerpunkt „Demenzkranke und ihre Angehörigen begleiten“ führt der Caritasverband Scheinfeld und Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim durch.

Am 23. Februar besucht der Bamberger Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick den Gesprächskreis für pflegende Angehörige in Neustadt/Aisch. Die Begegnung findet um 15 Uhr im Pfarrsaal St. Johannes statt.

Am gleichen Tag beginnt um 19 Uhr in Markt Bibart der Kurs „Menschen begleiten im Alter“, der Ehrenamtliche auf den Besuchsdienst für alte und kranke Menschen vorbereitet. Der Kurs wird vom Caritasverband Scheinfeld und Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim, der Diözesanstelle Altenpastoral, der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim und dem Dekanat Neustadt/Aisch durchgeführt.

Zum Abschluss der Sammlungswoche feiert Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon am Sonntag, 27. Februar, um 10.30 Uhr einen Gottesdienst mit Krankenkommunion und Krankensalbung im Caritas-Alten- und Pflegeheim Maximilian Kolbe in Scheinfeld.

Die Caritas-Sammlung

Die Caritas-Sammlung besteht aus drei Elementen: Die Hauslistensammlung, bei der ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von Tür zu Tür gehen, findet in diesem Frühjahr vom 21. bis 27. Februar statt. Zusätzlich erfolgt in größeren Orten eine Straßensammlung, z.B. in Fußgängerzonen, vom 25. bis 27. Februar. Bei der Gottesdienstkollekte am Caritas-Sonntag, 20. Februar, werden in allen katholischen Gottesdiensten die Besucher um eine Spende gebeten.

Vom Ertrag der Sammlung erhalten in der Erzdiözese Bamberg die Pfarreien 40 Prozent für ihre eigenen sozial-karitativen Aufgaben. Je 30 Prozent gehen an den Diözesan-Caritasverband und an die Stadt- und Kreis-Caritasverbände zur Finanzierung ihrer Dienste und Angebote.

Bei der letzten Caritas-Sammlung vom 26. September bis 3. Oktober 2004 kamen 825.922,82 Euro zusammen. Davon entfielen 103.760 Euro auf die Kirchenkollekte, 709.681 auf die Haussammlung und 12.479 Euro auf die Straßensammlung. Insgesamt erbrachten 2004 die beiden Caritas-Sammlungen, jeweils eine im Frühjahr und eine im Herbst, 1.701.792 Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 2,9 % gegenüber 2003.

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