9. Dezember 2005

Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Bamberg befindet sich jetzt im Caritas-Beratungshaus Geyerswörth


Die Mitarbeiterinnen der Katholischen Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Bamberg (von links nach rechts): Ursula Kreck, Irina Korsakov, Gerhilde Oppelt, Martina Novak, Marlene Brütting, Uta Krauß, Marie-Helen Mühlfelder, Inge Hook.

Die Zukunft mit Kind hat viele Seiten. Freude und Hoffnung, aber auch Sorgen und Ängste können zwiespältige Gefühle in der Zeit vor, während und nach der Schwangerschaft auslösen. Konkrete Hilfe und Unterstützung bietet die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Bamberg. Seit Mitte September befindet sich die Fachberatungsstelle im Caritas-Beratungshaus in der Geyerswörthstraße 2.

Das Team aus 5 Sozialpädagoginnen, 2 Verwaltungsfachkräften, einer Jahrespraktikantin sowie weiteren beratenden Fachkräften aus dem medizinischen, juristischen und theologischen Bereich steht unverändert Hilfesuchenden zur Seite. Das Leistungsspektrum der Katholischen Beratungsstelle reicht von der Einzelfallberatung über die vor- und nachsorgende Gruppenarbeit bis zur sexualpädagogischen,  präventiven Arbeit.

„80 Prozent der Personen, die 2005 bei uns eine Beratung in Anspruch genommen haben, befanden sich in einer finanziellen Notlage,“ berichtet die Leiterin der Beratungsstelle, Marlene Brütting. Der Trend der Beratungsgespräche gehe in diesem Jahr eindeutig in Richtung finanzielle Schwierigkeiten und Problemlagen von Familien. Seitdem die Sozialgesetzbücher II und XII in Kraft seien, gebe es sehr viele Anfragen nach Informationen rund um das Arbeitslosengeld II. „In den Einzelberatungen werden die existenziellen Zukunftsängste deutlich spürbar“, sagt Brütting. Besonders betroffen seien Menschen, deren soziales Umfeld instabil sei und die mit der zunehmenden Eigenverantwortung des Einzelnen aufgrund der allgemeinen Sparmaßnahmen und des Rückgangs staatlicher Absicherung überfordert seien.

Oft sei die Problemlage der Ratsuchenden vielschichtig und komplex. Daraus entwickle sich mitunter ein Teufelskreis, aus dem es für die Betroffenen ohne professionelle Hilfe keinen Ausweg mehr gebe. Diese Entwicklung spiegelt sich laut Brütting in der steigenden Zahl längerfristiger Beratungen. Bei solch umfassenden Problemen können sich die Mitarbeiterinnen der Schwangerenberatungsstelle –  natürlich nur nach Absprache mit der betroffenen Person –  mit den Kollegen der anderen im Caritas-Beratungshaus untergebrachten Beratungsstellen kurzschließen, um so individuelle Wege aus der jeweiligen Konfliktlage zu finden.

Im Bereich der vor- und nachsorgenden Gruppenangebote richtet sich das Angebot der Schwangerenberatungsstelle gezielt auf die Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenzen für die Schwangeren und Paare im Umgang mit dem Säugling, von der Ernährung und Pflege bis hin zur Entwicklungsförderung des Kindes im ersten Lebensjahr.

„LoveTours“ heißt das über Bamberg hinaus mittlerweile gut bekannte und stark nachgefragte Präventionsangebot der Beratungsstelle. „Anhand von Rollenspielen, moderierten Diskussionen oder Collagen möchten wir die Jugendlichen zu verantwortungsvollem Handeln motivieren. Wir kommen mit unseren Fachkräften in die einzelnen Klassen und arbeiten aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse von Jungen und Mädchen in geschlechtshomogenen Gruppen,“ beschreibt die Leiterin der Beratungsstelle Inhalt und Ziele des Angebotes.

Die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen hat jetzt die Adresse Caritas-Beratungshaus Geyerswörth, Geyerswörthstraße 2, 96047 Bamberg, Telefon (0951) 29957-50, Fax (0951) 29957-85, E-Mail: schwangerenberatung@caritas-bamberg.de, Homepage: www.schwangerenberatung-bamberg.de. Sie ist geöffnet Montag-Freitag 9.00–12.00 Uhr sowie Donnerstag zusätzlich 17.00–19.00 Uhr.

Eine Außenstelle findet sich Forchheim unter der Adresse Birkenfelderstraße 15, 91301 Forchheim, Telefon (09191) 707245, mit den Öffnungszeiten Montag 9.00–12.00 und 18.00-20.00 Uhr sowie Dienstag 9.00–12.00 Uhr.