22. August 2005

Bei Besuch von Sozialstaatssekretär Heike

Caritas Forchheim dringt auf Ausbau von Elterntraining


v. l. Stadträtin Mathilde Hartmann, Diplompfychologe Richard Rudert, Staatssekretär Jürgen W. Heike, Eduard Nöth MdL Caritas-Geschäftsführer Peter Ehmann.

Veränderte Familienformen, gestiegene Erwartungen an die Erziehungsfähigkeit von Eltern und die Verunsicherung von Vätern und Müttern in Grundfragen der Erziehung erfordern den Ausbau und die weitere Qualifizierung von Angeboten der Eltern- und Familienbildung. Sie gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung veranlasste auf Anregung des Leiters der Erziehungsberatungsstelle, Richard Rudert, den Forchheimer Landtagsabgeordneten Eduard Nöth, den Staatsekretär im Bayerischen Sozialministerium, Jürgen W. Heike, zu einem Fachgespräch in das Forchheimer Caritaszentrum zu einem Fachgespräch einzuladen.

Der Kreisgeschäftsführer der Caritas, Peter Ehmann, der Leiter der Erziehungsberatungsstelle und die CSU-Stadt- und Kreisrätin Mathilde Hartmann erörterten mit den Landespolitikern Möglichkeiten, wie vor Ort vertieft in die Förderung und Stärkung der Erziehungsarbeit in den Familien eingestiegen werden kann. Richard Rudert betonte, dass der Caritasverband bei entsprechender staatlicher Unterstützung bereit wäre, dieses präventive Elterntraining wieder verstärkt anzubieten. Gerade Eltern von Kindern, die in Kindertageseinrichtungen betreut werden, könnten, so Rudert, aufgrund des bestehenden Kontakts zu der Einrichtung durch Maßnahmen der Eltern- und Familienbildung gut erreicht werden. Es sei daher erforderlich, entsprechende Angebote weiterzuentwickeln. Staatssekretär Jürgen W. Heike sicherte dem Kreis-Caritasverband eine entsprechende Prüfung zu, sprach dabei von der Möglichkeit der Einrichtung eines Pilotprojekts in Forchheim und bestätigte die Richtigkeit der Ansiedlung von verstärkter Eltern- und Familienbildung an Kindertagesstätten. Der Abgeordnete Eduard Nöth teilte mit, dass der Landtag in einem Antrag die Bayerische Staatsregierung aufgefordert habe, im nächsten Doppelhaushalt zusätzliche Haushaltsmittel für die Familienbildung bereitzustellen. Schwerpunktmäßig solle dabei die frühzeitige Eltern- und Familienbildung ausgebaut werden. Dabei sollten niederschwellige Angebote, z.B. in Form von Elternstammtischen, sowie die Vernetzung vorhandener Angebote erprobt und ausgebaut werden.