19. April 2005

Gute Arbeit soll auch in Zukunft garantiert sein

Zertifizierungsgesellschaft proCum Cert verleiht Qualitätssiegel an Caritas-Sozialstationen im Landkreis Bamberg und Caritas-Altenheim in Scheinfeld


proCum Cert-Geschäftsführer Clemens Gattinger überreicht die Urkunde über das DiCVQuM-Siegel an Altenheimleiter Markus Ahne und Pflegedienstleiter Norbert Schnepf vom Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Maximilian-Kolbe Scheinfeld (von links)


Verleihung des DiCVQum-Siegels an die Sozialstationen (von links): Dr. Peter Landendörfer, Vorsitzender des Caritasverbandes für den Landkreis Bamberg, die Sozialstationsleitungen Elisabeth Arneth-Caris (Hallstadt), Bernd Walther (Hirschaid), Lydia Bauer (Scheßlitz), Gudrun Romeis (Burgebrach), proCum Cert-Geschäftsführer Clemens Gattinger.

„Das systematische Qualitätsmanagement ist in die gelebte Praxis Ihrer Einrichtungen eingeflossen,“ konnte Clemens Gattinger, Geschäftsführer der Zertifizierungsgesellschaft proCum Cert, den Caritas-Sozialstationen Burgebrach, Hallstadt, Hirschaid und Scheßlitz sowie dem Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Maximilian Kolbe in Scheinfeld bestätigen. Daher verlieh er ihnen heute im Rahmen einer kleinen Feierstunde, die in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes für den Landkreis Bamberg stattfand, das Siegel „DiCVQuM geprüfte Qualität“. Die Sozialstationen und das Altenheim hatten sich einer gründlichen Begutachtung durch die in Frankfurt am Main ansässige proCum Cert unterzogen.

Das DiCV-QuM-Siegel ist das Ergebnis zweier Projekte, in denen der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg von April 1997 bis Frühjahr 2003 ein eigenes Qualitätsmanagement-Konzept entwickelt hat. Als Besonderheit des „systematischen Qualitätsmanagements nach DiCVQuM“ nannte Helmar Fexer, Bereichsleiter Soziales beim Diözesan-Caritasverband, die intensive Mitwirkung der Mitarbeiterschaft. Das Konzept sei daher „nicht am grünen Tisch, sondern in lebendigen Prozessen entstanden“. An seiner Entwicklung hätten sich über hundert soziale Einrichtungen in der Erzdiözese und in den Qualitätszirkeln insgesamt rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt.

Dass die Sozialstationen Burgebrach, Hallstadt, Hirschaid und Scheßlitz nun die ersten im Erzbistum sind, die das DiCVQuM-Siegel erhalten, unterstrich für deren Träger, den Caritasverband für den Landkreis Bamberg, dessen Vorsitzender Dr. Peter Landendörfer. Damit werde eine Anstrengung belohnt, die für die Arbeit am Patienten sinnvoll sei: „Wir haben schon immer Qualität gehabt. Das systematische Qualitätsmanagement garantiert, dass die Qualität erhalten bleibt.“ Am DiCVQuM-Konzept lobte er, dass es „den christlichen Mehrwert der Caritasarbeit“ als Qualitätsmerkmal berücksichtige.

Auch Altenheim-Leiter Markus Ahne aus Scheinfeld bemerkte, dass man sich für DiCVQuM entschieden habe, weil es ein Siegel der Caritas sei. Barbara Lendlein, Vorsitzende des Caritasverbandes Scheinfeld und Landkreis Neustadt/Aisch, bezeichnete DiCVQuM als ein „Modell, das sich auf dem Markt bewährt.“ Das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Maximilian Kolbe, dessen Träger der Caritasverband Scheinfeld und Landkreis Neustadt/Aisch ist, „genießt hohes Vertrauen in der Bevölkerung“; als erstes Altenheim im Landkreis sei es jetzt auch zertifiziert. Das Siegel hatte sich das Haus sozusagen vor laufender Kamera erworben, wurde die Begutachtung durch proCum Cert doch von Oberfranken TV gefilmt.

Clemens Gattinger von proCum Cert stellte die bundesweite Vorreiterrolle des Diözesan-Caritasverbandes heraus. In vielen Regionen warte man im Bereich der Caritas auf Konzepte wie DiCVQuM. Im Erzbistum Bamberg habe man bereits ein System, das den Einrichtungen Weiterentwicklung ermögliche, indem es Verbesserungspotentiale aufzeige.