14. April 2005

Bindeglied zwischen Altenheim und Gesellschaft

Zahlreiche Ehrenamtliche wirken im Kathi-Baur-Alten- und Pflegeheim der Caritas in Burgkunstadt

„Ehrenamtliche sind das Bindeglied zwischen Altenheim und Gesellschaft“, lobte Bernhard Kübber, Leiter des Referates Gesundheits- und Altenhilfe beim Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, die 30 ehrenamtlichen Helfer im Kathi-Baur-Alten- und Pflegeheim St. Heinrich in Burgkunstadt. Heimleiterin Schwester Vinaya hatte sie zu einem Begegnungsnachmittag eingeladen.

Dass die Heimbewohnerinnen und -bewohner im Leben der Stadt eine Rolle spielen, vermitteln zwei Besuchsdienstgruppen. Die evangelische Gruppe unter Leitung von Sigrid Schneider ist in der Kirchengemeinde organisiert, besucht und betreut die evangelischen Bewohner und informiert sie über das Gemeindeleben. Manche werden zu Seniorennachmittagen und zu Veranstaltungen abgeholt.

Das Gleiche gilt auch für katholische Besuchsdienstgruppe mit Leiterin Maria Horn. Bewohner, die keine Angehörigen haben oder deren Familie weit weg wohnt, sind sehr erfreut über Besuche und Gespräche. „Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen“, sagen die Mitglieder der Besuchsdienste. Die Dankbarkeit der Bewohner über die Zuwendung bereite viel Freude. Den Lebensgeschichten der Bewohner zuzuhören, sei zudem sehr interessant.

Es gibt auch eine Besuchsdienstgruppe von Schülerinnen aus dem benachbarten Gymnasium. Mädchen aus der Klasse 10a haben sich mit einigen Bewohnern angefreundet. Ein weiterer Kreis von Ehrenamtlichen kümmert sich um die Cafeteria. Dort können an jedem Nachmittag Bewohner und Besucher bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen. Zehn Frauen bewirtschaften, jeweils zu zweit mit Hilfe der Küchenleitung, Schwester Cicily, die Cafeteria. Auch dieser Dienst, natürlich mit Arbeit verbunden, mache Spaß und man lerne immer wieder neue Leute kennen.

Ein fester Bestandteil des Heimalltages sind die Singstunden jeden Dienstag und Freitag vormittags. Eva Maria König und Amalberga Weberpals gestalten sie mit alten Volkliedern, die bei den Bewohnern viele Erinnerungen wecken.

Bernhard Kübber unterstrich, die vielen Freiwilligen machten deutlich, dass alle Menschen, auch in Alter und Gebrechen einmalige Geschöpfe Gottes sind und am Leben der Gesellschaft teilhaben sollen. „Unsere Ehrenamtlichen sind eingebunden in das Leben des Heimes und keine billigen Ersatzarbeitskräfte“, betonte er. „Sie sind ein Zeichen für die Offenheit unseres Hauses.“

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