4. April 2005

Sanierung des Alten- und Pflegeheimes St. Josef in Gaustadt

Sozialstaatssekretär Heike: Freistaat fördert 50 Langzeit- und 10 Tagespflegeplätze mit 873 000 Euro

„Heimbewohner, Angehörige und Mitarbeiter bilden hier eine Gemeinschaft, in der jeder nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten einen Beitrag leistet. Das tägliche Leben in den Hausgemeinschaften wird von ständig anwesenden Betreuungspersonen nach dem Grundsatz ‚So viel Normalität und Eigenverantwortung wie möglich, so viel Pflege und Betreuung wie nötig’ organisiert. Der Freistaat hat das Angebot von 50 Langzeit- und 10 Tagespflegeplätzen mit einem finanziellen Beitrag von 873 000 Euro aus Mitteln des Landesaltenplans gefördert“, betonte Bayerns Sozialstaatssekretär Jürgen W. Heike am 19. März 2005 bei der Einweihung des Ersatzbaus des Alten- und Pflegeheimes St. Josef des Caritasverbandes für die Diözese Bamberg in Bamberg-Gaustadt.

Der Staatssekretär wies darauf hin, dass insbesondere die Altersdemenz die Altenhilfe vor neue Herausforderungen stelle. „Die Zahl der demenzkranken Menschen in Deutschland wird sich von derzeit knapp einer Million auf voraussichtlich 1,7 Millionen bis zum Jahr 2010 erhöhen. Von den Bewohnern stationärer Einrichtungen sind bereits heute im Durchschnitt 50 Prozent demenzkrank. Deshalb ist es beispielsweise dringend erforderlich, ein engmaschiges und bedarfsgerechtes Netzes von ambulanten Diensten und stationären Einrichtungen aufzubauen“, erklärte Heike.

Heike: „Wichtig erscheint mir dabei auch eine partnerschaftliche Einbeziehung der Angehörigen pflegebedürftiger Heimbewohner in das tägliche Heimgeschehen. Die am 1. August 2002 in Kraft getretene Heimmitwirkungsverordnung hat die Voraussetzungen zur Bildung des Heimbeirats, der Interessenvertretung der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner verbessert. Seither können auch Angehörige oder Vertrauenspersonen der Heimbewohner, Betreuerinnen und Betreuer, Mitglieder von örtlichen Seniorenvertretungen und örtlichen Behindertenorganisationen sowie von der zuständigen Heimaufsichtsbehörde vorgeschlagene Personen in den Heimbeirat gewählt werden.“

Qualität in der Altenpflege werde aber auch maßgeblich vom Personal des Heimes beeinflusst. Für eine qualifizierte Ausbildung spreche nicht nur die demografische Entwicklung, sondern auch der rasante Fortschritt im medizinischen und pflegewissenschaftlichen Bereich. „Mit der Novellierung des Krankenpflegegesetzes und dem neuen Altenpflegegesetz wurde diesen Entwicklungen verstärkt Rechnung getragen. Insbesondere wird deutlich, dass Pflege mehr ist als Grund- und Behandlungspflege“, so Heike.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

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