27. September 2004

Oberfrankenstiftung ehrt ehrenamtliche Arbeit mit Wohnungslosen und Strafentlassenen

Die Bamberger Ehrenamtlicheninitiative „Matthäus 25 – Bündnis für Menschen in Not“ ist mit dem Sozialpreis der Oberfrankenstiftung ausgezeichnet worden. Die Initiative, die sich um Wohnungslose und Strafgefangene kümmert, teilt sich die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung zu gleichen Teilen mit den Hospizvereinen Bamberg und Bayreuth.

„Menschen wie sie sind das humane Antlitz unserer Gesellschaft“, sagte Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler bei der Preisverleihung am 24. September 2004 in Coburg über die Ehrenamtlichen der Initiative. Die, so Denzler, „sicherlich nicht immer einfache Zusammenarbeit mit Menschen, die bis zu einem gewissen Grad außerhalb unserer Gesellschaft leben,“ begann 1997. Damals schlossen sich in Bamberg Freiwillige aus den katholischen Pfarreien St. Martin und St. Josef sowie aus der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde zusammen, um sich nichtsesshafter und strafentlassener Menschen anzunehmen.

Aus den improvisierten Anfängen in Gemeinderäumen von St. Martin ist heute eine Wärmestube mit Beratungsstelle, Kleiderkammer und Übernachtungsmöglichkeit geworden. Die Menschen, die in den offenen Tagestreff kommen, erhalten ein Mittagessen, können duschen oder ihre Wäsche waschen.

Andere Ehrenamtliche aus der Initiative versuchen, ehemaligen Strafgefangenen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern, helfen etwa bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche.

Träger der Wärmestube sind neben der Ehrenamtlicheninitiative „Matthäus 25 – Bündnis für Menschen in Not“ der Caritasverband für die Stadt Bamberg und das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim.

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