7. September 2004

Caritas schickt mobilen Sozialladen in den Landkreis Kronach


Irene Piontek, Sozialladen-Leiter Karl-Heinz Selk, stellvertretende Caritas-Vorsitzende Christine Zenk, Maria Gerstner (KAB) und Caritas-Geschäftsführer Christian Behner (von links) vor dem mobilen Sozialladen
Foto: Rainer Glissnik

Einen mobilen Sozialladen schickt der Caritasverband für den Landkreis Kronach seit kurzem auf die Reise. Er fährt zunächst Ludwigsstadt, Tettau und Nordhalben an.

Vergangenen Dezember hatten Caritas, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung und der Verein „Humanitäre Hilfe für Menschen in Not“ in Kronach einen Sozialladen eröffnet. er Rosenau wird sehr stark angenommen. „Das Lädla“ verzeichnet einen stetig wachsenden Andrang. Die Lebensmittelausgabe ist von zehn Tonnen auf nunmehr über 40 Tonnen im Monat angestiegen. Durchschnittlich gebe es 580 Kundenbesuche pro Monat, erläuterte Leiter Karl-Heinz Selk. Da sei es erfreulich, dass 28 Leute fest und regelmäßig ehrenamtlich im Sozialladen mitarbeiten. Von diesen würden jeden Monat rund 900 Arbeitsstunden geleistet. Viele der Helfer seien arbeitslos.

Zahlreiche Lebensmittelspenden ermöglichen ein gut sortiertes Angebot. Derzeit geben fünf Bäckereien, 29 Lebensmittelmärkte und drei Drogeriemärkten Waren ab.

„Das Lädla“ arbeitet eng mit der „Sozialen Beratungsstelle“ der Caritas zusammen, so dass den Kunden bei sozialen Problemen jederzeit eine umfassende Beratung und Hilfestellung angeboten werden kann.

Im mobilen Sozialladen dürfen – ebenso wie im „Lädla“ – nur Mitbürger mit geringfügigem Einkommen und gültiger Berechtigungskarte einkaufen. Die Berechtigungskarte wird an Sozialhilfebezieher und Grundsicherungsleistungsempfänger direkt über das Landratsamt verschickt. Personen und Familien, die mit ihrem Einkommen bis zu 30 Prozent über diesem Satz liegen, können in der Sozialen Beratungsstelle des Caritasverbandes (Telefon 09261/605620) eine Einkaufskarte ausgestellt bekommen.

Als Fahrzeug für den mobilen Sozialladen wurde ein gebrauchter Fiat Ducato angeschafft, der als Verkaufsladen eingerichtet ist. Die Kosten wurden von der Caritas und zu einem großen Teil von der „Glücksspirale“ getragen. Weitere Fahrerinnen und Fahrer werden noch gesucht und können sich im Sozialladen oder bei der Caritas (09261/605620) melden.

Zur Aufrechterhaltung und Ausweitung des Hilfeangebotes sind die Träger aber auch auf Spenden angewiesen. Sie können eingezahlt werden auf das Spendenkonto 300 000 833 bei der Raiffeisen-Volksbank Kronach (BLZ 773 616 00), Verwendungszweck: Sozialladen.

Rainer Glissnik

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