27. Oktober 2004

Wenn der Schultag zum Albtraum wird

Musical „Heul’ doch!“ setzt das Thema „Gewalt an der Schule“ in Szene

Schule als Ort von Demütigung, Gewalt und Angst bildet den Hintergrund für das zunächst bedrückende Szenario des Musicals „Heul’ doch!“. Für die 13jährige Florentine wird der tägliche Gang zur Schule zum Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Hilflos den ständigen Sticheleien und Bosheiten ihrer Mitschüler ausgeliefert, findet Florentine nur Halt an ihrer besten Freundin Eva. Doch auch diese Freundschaft gerät in Gefahr, und als die Situation zu eskalieren droht, geht es nicht nur für Florentine und Eva ums Ganze.

21 Studierende der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik und die Lehrkräfte Tobias Wenkemann, Jutta Hamprecht-Göppner und Horst Engelhardt haben im Rahmen des Wahlfaches „Darstellendes Spiel“ eine Geschichte entworfen, die wohl fiktiv, aber keinesfalls realitätsfern ist. Mobbing unter Schülern ist ein Thema, das jede Schule betrifft, auch wenn das Brodeln unter der Oberfläche nicht immer offensichtlich wird. Für die Betroffenen ist es bittere Wirklichkeit, doch auch viele ihrer Mitschüler können sich dem Sog von Aggressivität nur schwer entziehen.

An drei Wochenenden ist ein Musical entstanden, das nicht nur Täter und Opfer ins Auge fasst, sondern auch der „schweigenden Mehrheit“ eine Stimme verleiht. Die Studierenden schicken ihre Akteure und auch die Zuschauer auf eine Achterbahn der Gefühle, an deren Ende die ganz persönliche Entscheidung jedes Einzelnen steht. Die Handlung mit sämtlichen Texten, Liedern und ihrer szenischen Umsetzung ist eine Eigenproduktion der Schauspielgruppe. Premiere von „Heul’ doch!“ ist am Montag, 8. November, um 19.00 Uhr in der Aula der Caritas-Fachakademie am Jakobsberg 31. Im Januar besteht für Schulklassen ab der 5. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, das Musical zu besuchen.

Weitere Informationen: Jutta Hamprecht-Göppner unter RettungshundeHas@aol.com.

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