4. Oktober 2004

„Qualitätsoffensive in der Jugendhilfe“

21 Sozialpädagogen aus den Diözesan-Caritasverbände Bamberg und Würzburg schlossen Fortbildung zum Familientherapeuten ab


Angela Brandl, Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte der Caritas Kronach mit Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon (links) und Christian Behner, Geschäftsführer des Caritasverbandes Kronach ...


Thomas Gemmer vom Caritasverband Lichtenfels (2. v. links) mit Bernhard Simon, Richard Reich, Geschäftsführer des Caritasverbandes Lichtenfels und Fritz Skowranek, Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe beim Diözesan-Caritasverband ...


Kerstin Ehrhardt-Scheidig vom Caritasverband Coburg mit Bernhard Simon, Fritz Skowranek und Richard Reich ...
... bei der Verleihung der Zertifikate

Neuland beschritten die Diözesan-Caritasverbände Bamberg und Würzburg, als sie ab März 2002 erstmals eine Fortbildung „Systemische Elternarbeit“ für Mitarbeiter in der Erziehungshilfe durchführten. Jetzt erhielten die 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Kurses bei einer kleinen Feierstunde in der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg ihre Abschlüsse als Familientherapeut.

Ziel der Einrichtungen der Erziehungshilfe ist es, den in ihnen lebenden Jugendlichen eine Rückkehr in ihre Familie zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist es, die Bedingungen in der Familie zu verbessern, indem man die Erziehungskompetenz der Eltern stärkt. Dazu bedarf es einer intensiven therapeutischen Arbeit mit den Familien. Diese in der Erziehungshilfe wachsende Einsicht bedeutet auch, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Aufgabe entsprechend auszubilden.

Als „Qualitätsoffensive in der Jugendhilfe“ bezeichnete bei der Abschlussfeier Marlene Hauck vom Diözesan-Caritasverband Würzburg das Unternehmen und dankte dem Diözesanverband Bamberg, das „Risiko des ersten Kurses“ übernommen zu haben. Die Fortbildung, von der inzwischen ein dritter Jahrgang begonnen hat, wurde von Hauck und ihrem Bamberger Kollegen Fritz Skowranek entwickelt und organisiert.

Bambergs Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon bezeichnete es als Verdienst der Weiterbildungsmaßnahme, dass es in beiden Diözesen eine gemeinsame Basis der Arbeit gibt. Die Zusammenarbeit diene dem Wohl der Familien, bedeute aber auch einen planvollen Umgang mit Ressourcen in einer Zeit finanzieller Schwierigkeiten.

Würzburgs Diözesan-Caritasdirektor Martin Pfriem dankte Familien, Kollegen und Einrichtungsträgern, dass sie den Kursteilnehmern diese „nebenberufliche Kursform“ ermöglicht haben, umfasste die Fortbildung doch 48Tage oder 820 Unterrichtsstunden. Durchgeführt wurde die Fortbildung vom „IFW: Institut für Fort- und Weiterbildung“ aus München.

[nach oben]   [zurück]