10. November 2004

„Kontrolle ist gut, Selbstverantwortung ist besser“

Diözesan-Caritasverband diskutiert mit Politikern und Behördenvertretern über Entbürokratisierung in der Sozialwirtschaft

Unter der Überschrift „Kontrolle ist gut, Selbstverantwortung ist besser“ veranstaltet der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg eine Qualitätsmanagement-Tagung für Politiker und Behördenvertreter. Dabei stellt der Diözesan-Caritasverband das von ihm entwickelte, inzwischen erfolgreich zertifizierte Qualitätsmanagementkonzept DiCVQuM vor. Außerdem will er mit den Verantwortlichen aus Freistaat, Bezirk, Kommunen, Krankenkassen und Wohlfahrtsverbänden eine innovative Projektidee für die Verbindung von eGovernment und Qualitätsmanagement in der Sozialwirtschaft diskutieren. Die Tagung findet am Freitag, 19. November 2004, von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr im Dr.-Philipp-Kröner-Haus in Bamberg (Obere Königstraße 4 b) statt.

Im Rahmen mehrerer Projekte, an denen zwischen 1996 und 2003 über 100 Dienste und Einrichtungen der Caritas in der Erzdiözese Bamberg teilnahmen, hat der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V. ein eigenes Qualitätsmanagementkonzept für den sozialen Bereich entwickelt. Im März 2003 wurde das DiCVQuM genannte Konzept von der Zertifizierungsgesellschaft proCum Cert auf Plausibilität und auf Kompatibilität zur Richtlinie DIN EN ISO 9001:2000 geprüft und erfolgreich zertifiziert. Bereits im Herbst 2003 wurden die ersten Einrichtungen durch proCum Cert nach DiCV-QuM begutachtet und erhielten das Siegel „DiCV-QuM geprüfte Qualität“.

Mit dem Konzept DiCV-QuM sichert der Caritasverband nicht nur die vorhandene Qualität der Leistungen, sondern fördert fortlaufend die Selbstverantwortung und die Fähigkeit zur Eigenkontrolle in den Diensten und Einrichtungen. Dies führt zu einem Zuwachs an Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Transparenz der Leistungen und Wirtschaftlichkeit.

Bei der Tagung möchte der Diözesan-Caritasverband darüber hinaus wir eine innovative Projektidee zu eGovernment und Qualitätsmanagement in der Sozialwirtschaft vorstellen und diskutieren. Durch einen IT-gestützten Prozess, der von der Veröffentlichung der Rechtsvorschriften durch den Gesetz- bzw. Normgeber bis zu standardisierten Berichten der Einrichtungen für die unterschiedlichen Prüfbehörden reicht, könnte nach Vorstellung der Caritas ein wesentlicher Beitrag zur Entbürokratisierung und Kostenreduzierung geleistet werden.

Die Tagung umfasst drei Vorträge und eine Podiumsdiskussion:

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