30. Oktober 2004

Wissensmanagement meistert Datenflut

Diözesan-Caritasverband stellte Ergebnisse eines Pilotprojekts vor




Das Projekt Soziales Wissensmanagement wurde auf einem Stand auf dem "Marktplatz Consozial" und – seitens des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg von Helmar Fexer – in einem Workshop vorgestellt.

Die Datenflut am Arbeitsplatz wird zunehmend zum Problem. Was der einzelne Mitarbeiter über vernetzten PC und E-Mail an Informationen bekommt, kann er kaum noch sinnvoll nutzen. Die angesammelten Daten lassen sich zudem oft nicht gezielt und zuverlässig wiederfinden. Notwendig ist daher ein Wissensmanagement. Im Rahmen eines Pilotprojektes erprobte der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg gemeinsam mit Projektpartnern ein Wissensmanagement für soziale Einrichtungen und Verbände. Die Ergebnisse des Projekts wurden jetzt auf der Consozial 2004 in Nürnberg vorgestellt.

Wichtigstes Ziel dieses Pilotprojektes war es, bereits schriftlich vorhandene Wissensbestände wie Qualitätshandbücher, Verfahrensanweisungen oder Fortbildungsinhalte unter Einsatz von Informationstechnologie allen Organisationsmitgliedern jederzeit aktuell und in geeigneter Form verfügbar zu machen. Dadurch wurde die Wissensbasis innerhalb der Organisation spürbar verbreitert. Zusätzlich wurde die Einbindung externen Wissens in Form von Gesetzestexten und Verordnungen und seine Verknüpfung mit internem Wissen erprobt. Außerdem sollte eine beispielhafte, öffentlich zugängliche Intranet-Anwendung entwickelt werden.

Gezeigt hat sich: Statt der Streuung von E-Mails, die durch ständiges Weiterleiten Schneeballeffekte hervorruft, erlaubt ein gezieltes Wissensmanagement, dass der Mitarbeiter die Informationen bekommt, die er gerade benötigt. Zudem werden Speicherkapazitäten gespart, da im Wissensmanagement jedes Dokument nur einmal gespeichert wird. Über Änderungen in Dokumenten informieren „Abonnements“ per E-Mail die Nutzer. Ein enormes Sparpotenzial wird dadurch erzielt, dass aufwendige Formen der Informationsweitergabe (Rundschreiben, Umläufe) entfallen.

Projektpartner des Diözesan-Caritasverbandes war Herzogsägmühle, eine Einrichtung der Diakonie in Oberbayern. Als Komplexeinrichtung sowie als dezentral organisierter Verband repräsentieren die beiden Projektpartner typische Organisationsformen der Sozialwirtschaft. Gefördert wurde das Projekt vom Bayerischen Sozialministerium und der Bayerischen Landesstiftung. Weitere Partner waren die All for One AG, die Software und technisches Knowhow bereitgestellt hat, sowie das Beratungsunternehmen KI Consult Prof. H. Kreidenweis, das für wissenschaftliche Begleitung und Wissenstransfer verantwortlich zeichnete.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.soziales-wissensmanagement.de

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