Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 27. Mai 2004

27. Mai 2004

Bericht der Diözesan-Caritas Bamberg zur Sozialpolitik findet bundesweit Beachtung – Caritasdirektor Simon bekräftigt Kritik an Einschnitten in die Wohlfahrtspflege

Der Bericht „Sozialpolitik kündigt Solidarität auf“ mit sozialpolitischen Stellungnahmen und Forderungen, den der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg im Februar veröffentlicht hat, ist jetzt bundesweit verfügbar. Die Zeitschrift neue caritas dokumentiert – leicht aktualisiert – den Text in Heft 9/2004 vom 21. Mai 2004 unter dem Titel „Diözesanverband Bamberg schlägt Alarm“. Der Bericht zeigt auf, dass in Bayern durch finanzielle Kürzungen im sozialen Bereich viele Dienste der Caritas gefährdet sind und dass dies letztlich zu Lasten der Bedürftigen geht. Es sei kurzsichtig, die soziale Infrastruktur, die Politik und Wohlfahrtsverbände über viele Jahre hinweg gemeinsam geschaffen haben, voreilig zu zerschlagen.

In einem Kommentar bekräftigt Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon den Kern der Kritik. Statt im Konsens nach Lösungen zu suchen, habe die Landesregierung die Kürzungen den Wohlfahrtsverbänden wie lästigen Bittstellern von oben verordnet. Scharf kritisiert Simon, dass nach lautstarken Protesten die Zuschusskürzung für Trachtenvereine eiligst zurückgenommen wurde, bei der Betreuung von Obdachlosen und der Beratung von Schuldnern aber weiterhin rigoros gespart wird. Durch eine solche Ungleichbehandlung kündige die Sozialpolitik in der Tat Solidarität auf. Caritas müsse daher darauf dringen, „dass ein menschenwürdiges Leben für alle Vorrang vor der Vielzahl von Begehrlichkeiten hat, die sich in der Politik Geltung zu schaffen versuchen.“ Auch in Zeiten finanzieller Probleme hätten politische Entscheidungen ethischen Grundsätzen standzuhalten.

Den Kommentar im Wortlaut lesen Sie hier
Den Bericht können Sie sich hier als PDF herunterladen (166 KB)

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