Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 19. Mai 2004

21. Mai 2004

Bruder Martin verlässt im Herbst die Straßenambulanz in Nürnberg

Der für tatkräftige Nächstenliebe und seinen Einsatz für Menschen am Rande weithin bekannte Franziskanerbruder Martin Berni verlässt im September Nürnberg und wird in Ingolstadt eine neue Aufgabe übernehmen. Die Arbeit der von ihm aufgebauten Straßenambulanz „Franz von Assisi“ geht auf jeden Fall weiter, versicherte der Caritasverband Nürnberg als Träger.

1995 gründete der gelernte Krankenpfleger die Straßenambulanz als eine Einrichtung zur aufsuchenden, ambulanten Pflege von Wohnungslosen. Neben der medizinischen und pflegerischen Basisversorgung wohnungsloser Frauen und Männer bietet sie heute ein vielfältiges Hilfs-, Betreuungs- und Freizeitangebot in zwei Gebäuden am Hummelsteiner Weg.

Zu Bruder Martin und seinem Team, zu dem derzeit unter anderem zwei Ordensfrauen und viele Ehrenamtliche gehören, kommen täglich bis zu 200 Frauen und Männer. Menschen, die auf der Straße leben ebenso wie Bedürftige aus der Nachbarschaft, Drogenabhängige, Punks oder Strichjungen. Sie erwartet – nach dem Vorbild und im Geiste des Heiligen Franz von Assisi - rasche, unbürokratische Hilfe, menschliche Wärme und bedingungslose Annahme.

„Obdachlosen und kranken Menschen Wege aus dem Teufelskreis von Armut und Sucht in ein Leben in Würde trotz aller Gebrochenheit aufzuzeigen“, umschrieb der Franziskaner einmal die Zielsetzung der Straßenambulanz.  Nach neun Jahren Aufbauarbeit in Nürnberg will er jetzt eine neue Herausforderung in einer anderen Stadt annehmen.

„Wir bedauern die Entscheidung sehr“, teilte der Nürnberger Caritasdirektor Roland Werber mit. Die Caritas sei Bruder Martin zu großem Dank verpflichtet. Wer dem 44-jährigen Franziskanerbruder im Oktober nachfolgt und die Leitung der Straßenambulanz übernimmt, ist zur Zeit noch offen.

Für den Caritasverband Nürnberg steht allerdings fest, dass die Straßenambulanz „Franz von Assisi“ als zentraler caritativer Dienst aufrechterhalten und gegebenenfalls sogar ausgebaut wird. Der Wohlfahrtsverband unterhält bereits zwei große Einrichtungen für wohnungslose Menschen, das „Haus der Barmherzigkeit“ (Domus Misericordiae) und die gemeinsam mit der Stadtmission getragene Wärmestube.

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