Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 31. März 2004

31. März 2004

Jugendliche aus Kronach bauen in Montenegro einen Spielplatz – Kontakte laufen über die Caritas


Armut und Arbeitslosigkeit herrschen in Kotor. Dieses Kind lebt auf einem Müllplatz.
Foto: Rainer Glissnik

In den Pfingstferien wird eine Gruppe Jugendlicher aus dem Landkreis Kronach nach Kotor fahren, um dort einen Spielplatz aufzubauen und um Kontakte zu intensivieren.

Im Pfarrzentrum St. Nikolaus konnte Wolfgang Gremer, Jugendbildungsreferent im Dekanat Teuschnitz, zu einem Infoabend über das Projekt „ein Spielplatz für Kotor“ zahlreiche Interessierte willkommen heißen.

Die Stadt Kotor in Montenegro hat eine reiche, über 2000 Jahre währende Geschichte und steht unter dem Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO. Sie erlebte in den letzten 30 Jahren aber enorme Schwierigkeiten. 1979 gab es ein Erdbeben, dann kam der Krieg im ehemaligen Jugoslawien mit späterem Wirtschaftsembargo. Die wirtschaftliche Entwicklung in der Region brach zusammen. Heute beträgt die Arbeitslosigkeit über 80 Prozent. Zwar blieb in den Bürgerkriegswirren Montenegro von Gewalt verschont, so dass viele Hilfslieferungen über Montenegro geleitet wurden. Jetzt gibt es jedoch kaum Hilfen von außerhalb. In der Umgebung von Kotor liegen Flüchtlingssiedlungen, in denen vor allem Roma gestrandet sind. Manche Flüchtlinge leben auch auf Müllhalden.

Durch eine Gruppe Kronacher, die als Touristen Kotor besuchten, entstand ein Kontakt zur Caritas vor Ort. Der BDKJ im Dekanat Teuschnitz und Kronach, die Katholische Jugend Kronach und die Caritas kamen daher gemeinsam auf die Idee, in Kotor einen Spielplatz zu schaffen. Bei zahlreichen Bautreffen im Kronacher Bauhof entstanden verschiedene Spielgeräte. Das Material wurde meist von Firmen und Baumärkten gespendet, nur wenig musste günstig eingekauft werden. Der Spielplatz soll in der Nähe einer Kirche in einem Vorort mit Plattenbauten gebaut werden, in dem viele Kinder leben. Der örtliche Pfarrer hat hier bereits einen Bolzplatz anlegen lassen.

Erfreulich war die Resonanz auf dem Spendenkonto. So konnten bereits 2000 Euro zweckgebundener Gelder für Hilfen für Kinder nach Montenegro geschickt werden, die auf einer Müllhalde leben, berichtete Christian Behner, Geschäftsführer der Caritas. Weitere Spenden werden an Pfingsten mit nach Kotor genommen.

Nach wie vor werden Spenden gerne entgegengenommen. Diese können unter dem Stichwort „Kotor“ auf das Konto 010 000 0025 (BLZ 771 516 40) bei der Sparkasse Kronach-Ludwigsstadt eingezahlt werden.

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