Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 12. März 2004

12. März 2004

Caritas-Altenpflegeschule: Erste Fortbildung zur Praxisanleiterin erfolgreich abgeschlossen


Die Zertigikate werden überreicht


Praxisanleiterinnen veranschaulichen in einer Spielszene die Thematik "Gewalt in der Pflege"

Die ersten Altenpflegerinnen, die an der Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege St. Marien in Bamberg die Fortbildung zur Praxisanleiterin absolviert haben, konnten jetzt ihre Zertifikate in Empfang nehmen.

Die neue, bundesweit einheitliche Ausbildungsordnung für die Altenpflege sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler einen Ausbildungsplatz in einem Altenheim oder einer Sozialstation haben müssen. Wie im Handwerk ein Meister für die Auszubildenden zuständig ist, so sind den Pflegeschülern Praxisanleiter an die Seite zu stellen. Da dies in der neuen Ausbildungsordnung erstmals vorgesehen ist, müssen auch solche Praxisanleiter erst einmal ausgebildet werden.

Nach einem Konzept der Landesarbeitsgemeinschaft für Wohlfahrtspflege hat die Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege St. Marien in Bamberg erstmals eine Fortbildung zum Praxisanleiter durchgeführt. Aufgeteilt auf drei Blöcke behandelte der Kurs in 120 Stunden Kommunikationsverhalten und rechtliche Fragen und vermittelte Anleitungsmethoden zur Weitergabe beruflichen Wissens. Die Kursleiterin Brigitte Eilers-Onnen habe zusammen mit den Honorardozenten „Pionierarbeit geleistet“, lobte Schulleiter Siegfried Espach bei der Übergabe der Zertifikate. 20 Teilnehmerinnen absolvierten den Kurs. Sie kommen vornehmlich aus den Altenheimen, in denen die Schülerinnen und Schüler lernen, die im September als erster Kurs an der Bamberger Altenpflegeschule die Ausbildung nach der neuen Ordnung begonnen haben. Die Ausbildungsstätten sind Caritas-Alten- und Pflegeheime in Altenkunstadt, Bamberg, Bubenreuth, Burgkunstadt, Eggolsheim, Hallstadt, Neunkirchen am Brand und Weismain sowie private Häuser in Scheßlitz und Walsdorf.

Die Abschlussprüfung legten die Teilnehmerinnen ab, indem sie die Ergebnisse einer Projektarbeit vorstellten. Als Thema hatten sie „Gewalt in der stationären Altenpflege“ gewählt. Dabei stellten sie auch in Spielszenen die Ursachen von psychischen wie physischen Übergriffen gegen Pflegebedürftige dar und nannten Fallbeispiele für Problemlösungen und Ansätze zur Vorbeugung. Deutlich wurde, dass Überlastung, Zeitdruck, Personalmangel, schlechtes Arbeitsklima, unklare Zuständigkeiten sowie die unbewältigte Konfrontation mit Krankheit und Sterben Gewalt gegen Heimbewohner fördern.

Die nächste Fortbildung zur Praxisanleiterin beginnt im Mai. Auskünfte erteilt die Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege St. Marien, Schützenstr. 21, 96047 Bamberg. Tel.: 0951/986190, Fax: 0951/9861940, E-Mail: bfsa@caritas-bamberg.de.

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