Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 10. März 2004

10. März 2004

Caritas-Proteste erzielen ersten Erfolg 

Einen ersten kleinen Erfolg konnten die Proteste der Caritas erzielen, die sich gegen die teils drastischen Einschnitte richten, welche die Landesregierung in ihrem Sozialetat vornehmen will. Wie der Landes-Caritasverband den Diözesan-Caritasverbänden heute mitteilte, hat der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages am 4. März zwei Korrekturen an den bisherigen Sparplänen vorgenommen:

So sollen die Zuschüsse für die Wohnungslosenhilfe nicht ganz gestrichen, sondern auf 200.000 Euro reduziert werden. Allerdings entspricht dieser Betrag lediglich der Hälfte der bisherigen Förderung.

Die Fördermittel für die Insolvenzberatung, die ursprünglich von 2,5 auf eine Million Euro gekürzt werden sollten, sollen nun bei 1,9 Millionen Euro liegen. Dadurch erhalten die Insolvenzberatungsstellen für verschuldete Menschen die Möglichkeit, auch neue Beratungsfälle zu übernehmen. Die bisher vorgesehene Förderung hätte lediglich rückwirkend als Zuschuss für Beratungen aus dem vergangenen Jahr gedient.

Insgesamt handelt es sich aber nur um kleine Verbesserungen gegenüber den geplanten Kürzungen in Höhe von insgesamt 161,1 Millionen Euro. Die Caritas wird daher ihre Unterschriftenaktion gegen Sozialabbau fortsetzen. Die ausgefüllten Listen werden die bayerischen Diözesan-Caritasdirektoren voraussichtlich am kommenden Montagnachmittag im Bayerischen Landtag an Sozialministerin Christa Stewens übergeben.

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