Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 10. März 2004

10. März 2004

„Caritas ist Sache aller Christen“
Diözesaner Auftaktgottesdienst eröffnete Caritas-Frühjahrssammlung


Unterschriftenaktion beim Gottesdienst im Bamberger Dom

„Wir sind froh, dass der Caritasverband die Funktion eines Anwaltes für die Benachteiligten übernimmt und dass er bei sozialpolitischen Auseinandersetzungen auf Landes- oder Bundesebene und auch auf der Ebene des Bezirkes seine Stimme erhebt.“ Dies betonte der Bamberger Weihbischof Werner Radspieler mit Hinweis auf die Kürzungen von über 161 Millionen Euro im Sozialetat des bayerischen Landeshaushalts. Zugleich dankte er allen Spendern, die die Caritas unterstützen, da der Wohlfahrtsverband die Reduzierung oder Streichung der Landeszuschüsse nicht aus eigener Kraft auffangen könne.

Mit einem Gottesdienst im Bamberger Dom eröffnete Weihbischof Radspieler am gestrigen Sonntag die Caritas-Frühjahrssammlung, die bis zum 14. März dauert. Er dankte dabei auch den rund 4000 Sammlerinnen und Sammlern, die ehrenamtlich die Haustürsammlung in der Erzdiözese durchführen.

In seiner Predigt betonte Radspieler, dass Caritas nicht nur Sache des gleichnamigen Wohlfahrtsverbandes und seiner hauptamtlichen Mitarbeiter sei. Jeder Christ sei gefragt, vor Ort in der Gemeinde oder Nachbarschaft bedürftigen und vernachlässigten Menschen zu helfen. Das sei nicht leicht „in einer Gesellschaft, in der allzu oft das Recht des Stärkeren akzeptiert wird und für die christliche Güte eher ein Stück Dummheit ist.“ Aber nur dadurch, dass man „den Darbenden satt macht“, strahle in der Finsternis Licht auf.

Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon bat im Gottesdienst um Unterstützung der Unterschriftenaktion „Stoppt den Sozialabbau!“. Er betonte, dass das Zusammenspiel von Staat und Wohlfahrtsverbänden Verlässlichkeit benötige. Von Seiten des Staates sei diese Verlässlichkeit derzeit in Gefahr. Zahlreiche Gottesdienstbesucher trugen sich vor und nach der Eucharistiefeier in die Unterschriftenlisten ein.

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