30. Juli 2004

Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik verlieh Abschlüsse als Erzieherin


Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon zeichnete die sechs Erzieherinnen, die in schulischer und praktischer Ausbildung den besten Notendurchschnitt erreicht haben, mit Buchgeschenken aus.

56 Berufspraktikanten – in der Mehrzahl junge Frauen – haben an der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik im Haus St. Elisabeth in Bamberg zum Ende ihrer Ausbildung ihren Abschluss als staatliche anerkannte Erzieher bzw. Erzieherinnen erhalten. 36 empfingen zusätzlich die Missio.

Jürgen Melber, der Leiter der Caritas-Fachakademie, kritisierte in seiner Ansprache bei der Abschlussveranstaltung das oftmals verzerrte Bild der Erzieher in der Öffentlichkeit. Einerseits halte man sie für schlecht ausgebildet und mit der Aufgabe, Kindern bereits in frühen Jahren Bildung zu vermitteln, überfordert. Andererseits richte man an die Erzieher hohe Erwartungen, etwa im neuen Bayerischen Förderplan. Melber warnte vor einem „Machbarkeitswahn in der Erziehung“. Kinder benötigten oft weniger Hilfestellung als angenommen.

Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon, der den Diözesan-Caritasverband als Träger der Fachakademie vertrat, wünschte den angehenden Erzieherinnen und Erziehern, dass sie nicht nur dazu beitragen, dass Kinder sich entfalten können, sondern sich in ihrem Beruf auch selbst entfalten können. Anschließend zeichnete er die sechs Erzieherinnen, die in schulischer und praktischer Ausbildung den besten Notendurchschnitt erreicht haben, mit Buchgeschenken aus.

Vor der Feier hatte ein Großteil der Berufspraktikanten bei einem Gottesdienst in der Jakobskirche die kirchliche Sendung erhalten. Sie befähigt zur religiösen Erziehung in Kindertagesstätten, Horten, Jugendhilfeeinrichtungen und in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit. Hans Lyer, der den Gottesdienst zelebrierte, wünschte unter Bezug auf die Bergpredigt den Erziehern, dass sie „Licht der Welt“ werden – insbesondere für Kinder und Jugendliche, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Um die Kirchliche Sendung zu erwerben, haben die Berufspraktikanten eine freiwillige Zusatzausbildung absolviert, die aus sechs Seminartagen besteht. Im Schuljahr 2003/2004 wurden die religionspädagogischen Themen erstmals nicht nur im Unterricht, sondern auch an ausgesuchten Praxisorten vermittelt. So fand ein Seminar in der Bamberger Gemeinde St. Josef statt und umfasste die Vorbereitung und Durchführung eines Kindergottesdienstes. Ein weiteres Thema bildete der Film als Medium religionspädagogischer Arbeit; es wurde im Kino „Lichtspiel“ behandelt. Außerdem gehörte eine Diskussion mit Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick zum Programm der Zusatzausbildung.

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