29. Juli 2004

Ehemaliger Diözesan-Caritasdirektor Walter Schirmer feiert sein goldenes Priesterjubiläum

Der ehemalige Direktor des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg, Prälat Walter Schirmer, feiert am kommenden Sonntag sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Der 1928 in Pforzheim geborene Walter Schirmer wurde am 25. Juli 1954 im Dom zu Bamberg von Erzbischof Dr. h.c. Otto Kolb zum Priester geweiht und zelebrierte am 1. August 1954 in der Nürnberger Kirche St. Theresia seine erste heilige Messe.

Nach seiner Priesterweihe versah Walter Schirmer zunächst Kaplansstellen in Ebermannstadt und in der Nürnberger Pfarrei St. Anton. 1958 wurde er zum Domvikar und Erzbischöflichen Sekretär von Erzbischof DDr. Josef Schneider berufen.

Zum 1. März 1962 folgte die Ernennung zum Diözesan-Caritasdirektor. In Schirmers Amtszeit wurden in Bamberg die Caritas-Beratungsstellen (für Erziehung, Suchtkranke, Schwangerschaftsfragen) aufgebaut und die Fachschule für Altenpflege St. Marien gegründet. Es entstanden moderne Alten- und Pflegeheime, unter ihnen der Neubau des Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrums St. Otto in Bamberg und des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Forchheim. Aus der bescheidenen Arbeit mit geistig behinderten Kindern heraus betrieb Walter Schirmer den Aufbau des Heilpädagogischen Zentrums und der sonderpädagogischen Schulen in Lichtenfels. Um die Caritas im gesamten Erzbistum nahe an die Menschen heranzubringen, betrieb Schirmer zunächst die Einrichtung von Caritas-Kreisstellen in verschiedenen Orten des Erzbistums (1962-1965) und ab 1972 die Gründung von selbständigen Kreis-Caritasverbänden.

Nach seiner Emeritierung als Diözesan-Caritasdirektor übernahm Schirmer 1999 den Vorsitz des Vereins Haus St. Elisabeth e.V. und damit ehrenamtlich Verantwortung für diese traditionsreiche Bamberger Jugendhilfeeinrichtung. Da die Verwaltung einer so großen, personalintensiven Einheit, die Fachakademie für Sozialpädagogik, Wohnheim, Kindergarten, Kinderkrippe und Heilpädagogische Wohngruppen umfasst, für einen ehrenamtlich arbeitenden Verein zunehmend schwieriger wurde, sorgte Walter Schirmer dafür, dass der Diözesan-Caritasverband im vergangenen Jahr die Trägerschaft dieser Dienste übernommen hat.

Bis zum 9. Juli diesen Monats war Prälat Schirmer zudem Magistralkaplan des Souveränen Malteser Ritterordens. In dieser Funktion, die ihm 1967 übertragen worden war, betreute er im Erzbistum die Mitglieder des Ordens.

Für sein vielfältiges Wirken wurde Walter Schirmer mehrfach ausgezeichnet: Papst Paul VI. ernannte ihn 1967 zum Monsignore, Papst Johannes Paul II. 1983 zum Ehrenprälaten. Seit 1998 ist er Ehrendomherr am Bamberger Dom. Die Caritas würdigte Schirmers Verdienste 1979 mit dem Caritas-Ehrenzeichen in Gold und 1987 mit der höchsten Auszeichnung, dem Brotteller des Deutschen Caritasverbandes. Von staatlicher Seite erhielt Walter Schirmer das Bundesverdienstkreuz am Bande 1975 und 1. Klasse 1981. Der Bezirk Oberfranken zeichnete ihn 1980 mit seiner Ehrenmedaille ebenso aus wie 1984 die Stadt Lichtenfels. Der Freistaat verlieh ihm die Bayerische Staatsmedaille für Soziale Verdienste 1993 und den Bayerischen Verdienstorden 1996.

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