27. Juli 2004

Feuerwehr übte am Caritas-Kinderhort


Der Kinderhort der Caritas in Kronach verband ein Eltern-Kind-Abendessen mit einer Einsatzübung der Kronacher Feuerwehr. Begeistert verfolgten die Kinder die Aktionen der Feuerwehrleute.
Foto: Rainer Glissnik

Bei einer eindrucksvollen Übung am Kinderhort des Caritas-Verbandes in Kronach zeigte die Freiwillige Feuerwehr Kronach, dass sie auch bei schwierigeren Objekten zielstrebig und sicher zur Stelle ist.

Der Kinderhort hatte die Übung in den letzten Tagen mit den Jungen und Mädchen vorbereitet. Die Kinder erfuhren viel über die Feuerwehr und über richtiges Verhalten im Brandfall. Zusammen mit den Erzieherinnen wurden auch Versuche zur Brennbarkeit verschiedenster Materialien durchgeführt und es wurde über Gefahren aufgeklärt. Gemeinsam wurden die Ausgänge des Hortes besprochen und die Fluchtmöglichkeiten im Gefahrenfall. Vor Beginn der Feuerwehrübung fand im Caritas-Hort ein gemeinsames Eltern-Kind-Abendessen statt.

Als die meisten Kinder noch im Hort waren, entdeckten sie zu Beginn der Übung plötzlich dichten Rauch im Gebäude. Der größte Teil der Kinder ging – wie es vorher geübt worden war – nahe beieinander in aller Ruhe gemeinsam aus dem Gebäude. Hier konnte die stellvertretende Hortleiterin Anja Karl die ersten eintreffenden Feuerwehrleute darüber informieren, dass sich im 2. Obergeschoss noch eine Erzieherin mit fünf Kindern befindet. Die sehr klaren Angaben der Erzieherin lobte Einsatzleiter Gottfried Möller. „Die Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen war hervorragend.“ Solche klaren Angaben wünschten sich die Feuerwehrleute immer.

Die Kronacher Feuerwehr rückte mit einer Drehleiter DLK 23/12, einem Löschfahrzeug LF 16/12, einem LF 8 und einem Einsatzleitwagen an. Wichtig war, dass die Feuerwehrzufahrt vom Parkplatz an der Europabrücke zum Hort frei war. So konnte die Drehleiter nahe an das Objekt heranfahren und schnell mit der Rettungsaktion der „Eingeschlossenen“ beginnen. Vier Atemschutztrupps waren im Einsatz. Der Löschangriff erfolgte mit zwei C-Strahlrohren und einem Wenderohr über die Drehleiter.

Der verwinkelte Altbau und der offenere Neubau stellten gerade für den Maschinisten der Drehleiter eine Herausforderung dar, die er mit Bravour meisterte. So konnten die fünf Kinder mit ihrer Betreuerin über die Leiter „gerettet“ werden. Nachdem die Personen geborgen waren wurde das Gebäude mittels Drucklüfter rauchfrei gemacht.

Für die Kinder war es ein begeisterndes Erlebnis, die kompetente Feuerwehr so aus nächster Nähe zu erleben. „Wir sind dankbar, wenn uns solche Übungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden“, betonte Einsatzleiter Gottfried Möller. rg

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