22. Juli 2004

Freude über das, was vom Leben bleibt

Musical der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik begeisterte Kinder




350 Kinderaugenpaare folgten fasziniert dem Geschehen auf der Bühne, 700 kleine Hände klatschten begeistert – für die Studierenden der Bamberger Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik im Haus St. Elisabeth war dies am gestrigen Mittwoch eine überzeugende Bestätigung ihrer Arbeit. Der Einladung zum Musical „Leb wohl, lieber Dachs“ waren 350 Kinder aus Stadt- und Land-Kindergärten und Grundschulen gerne gefolgt.

Ziel der Projektarbeit im Rahmen der Themenwoche „Lebenslinien“ war es, das Musical so selbstständig wie möglich zu gestalten. Auf der Grundlage eines Bilderbuchs hatten die angehenden Erzieherinnen selbst die Sprech- und Liedtexte geschrieben, Bühnenbild, Kostüme und Masken entworfen, Gesang und Spiel geprobt und natürlich die Aufführungen mit Technik und Beleuchtung organisiert. Mit fachkundigem Rat standen ihnen die Dozenten Michaela Schwarzmann (Bühnenbild), Tobias Wenkemann (Musik) und Jutta Hamprecht-Göppner (szenisches Spiel) zur Seite.

Es ist den Studierenden gelungen, das Grundthema Tod für Kinder so aufzuarbeiten, dass am Ende die Freude überwiegt über das, was vom Leben bleibt. Das schließt nicht aus, dass der aufmerksame Betrachter so manche Träne rinnen sehen konnte, als der Maulwurf zum Abschied sang: „Ich bin allein und weine jetzt. Und schick Dir Grüße nach, wo Du bist. Ich wink Dir durch die Sterne zu. Und hoffe dann, dort wartest Du.“ Das Musical wurde auch von zuschauenden Lehrkräften und Erzieherinnen als willkommene Bereicherung ihres Programms sehr gelobt – umso mehr, als es ohne finanzielle Unterstützung mit einfachen Mitteln und sehr viel Kreativität in kurzer Zeit umgesetzt worden war. Bei den Aufführungen im Haus St. Elisabeth war die Begeisterung sowohl bei den kleinen Zuschauern als auch bei den jungen Darstellern deutlich spürbar – ein rundum gelungenes Projekt, das Beifall verdient.

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