Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 28. Januar 2004

28. Januar 2004

Nach Neubau des Caritas-Alten- und Pflegeheims in Bamberg-Gaustadt leben die Bewohner in Hausgemeinschaften

Neben dem bisherigen Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Josef in Bamberg-Gaustadt entsteht gegenwärtig ein Ersatz-Neubau. Er verwirklicht erstmals in einem Alten- und Pflegeheim des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg das neue Hausgemeinschaftskonzept. Am 23. Januar 2004 wurde Richtfest gefeiert.

Beim Hausgemeinschaftskonzept leben die Bewohnerinnen und Bewohner in überschaubaren Gruppen von jeweils zehn Personen. Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer mit Diele und Bad (Waschbecken, Duschbad, WC). Die zehn Appartements gruppieren sich um einen Wohnbereich für gemeinsame Aktivitäten. Zu diesem Bereich gehört auch eine Wohnküche, denn die Mahlzeiten werden in der Hausgemeinschaft zubereitet. Wer von den Bewohnern dies möchte, kann sich an der Planung der Mahlzeiten, am Kochen und am Geschirrspülen beteiligen. Auch andere alltägliche Verrichtungen bleiben den Bewohnern überlassen, sofern sie dazu in der Lage sind. Die Erfordernisse der Pflege ordnen sich den Bedürfnissen der Hausbewohner unter. Eine Präsenz-Mitarbeiterin ist als Bezugsperson tagsüber in der Hausgemeinschaft anwesend und begleitet und unterstützt die Bewohner bei ihren Tätigkeiten. Sie ist für die Essenszubereitung und die Wäsche sowie für pflegerische Hilfen zuständig; sie wird unterstützt von Pflegefachkräften. Dieses Konzept soll den Bewohnern ermöglichen, den Alltag, den sie von zu Hause gewohnt sind, weitgehend fortzuführen.

Im Neubau des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Josef werden fünf solcher Hausgemeinschaften mit insgesamt 50 Wohn-Pflegeplätzen entstehen. Eine der Hausgemeinschaften wird als beschützende Abteilung für an Demenz erkrankte Bewohner eingerichtet. Für Kurzzeitpflege sind vier Plätze in die Gruppen eingestreut. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich zusätzlich eine Tagespflegestation mit zehn Plätzen für ältere Menschen, die nur tagsüber Unterstützung und Begleitung benötigen. Außerdem liegen dort Kapelle, Mehrzweckraum und Cafeteria. Im dritten Stock des Hauses erhalten die indischen Assisi Sisters of Mary Immaculate, die das Haus leiten, ihre Schwesternklausur.

Der Neubau wurde notwendig, weil das bisherige Haus sich den heutigen Erfordernissen stationärer Pflege nicht anpassen ließ. Neben der teilweise schlechten Bausubstanz machte die geringe Breite des Hauses den Einbau von Nasszellen unmöglich. Die Kosten des Neubaus betragen 7,6 Millionen Euro. 32 der Pflegeplätze, darunter die zehn Plätze der beschützenden Abteilung, die vier Kurzzeit- und die zehn Tagespflegeplätze erhalten eine öffentliche Förderung. Daher bezuschussen die Stadt Bamberg und der Freistaat Bayern die Baukosten mit jeweils 873.000,00 €. Weitere 500.000 € erhält der Diözesan-Caritasverband vom Deutschen Hilfswerk aus der ARD-Fernsehlotterie. Die übrigen Kosten muss der Diözesan-Caritasverband selbst aufbringen.

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