Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 14. Januar 2004

14. Januar 2004

Caritas protestierte in Kreuth gegen Kürzungspolitik der Bayerischen Staatsregierung

Dr. Albert Hauser, Vorstand des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising, hat die CSU-Landtagsabgeordneten aufgefordert, nicht „in vorausstolperndem Gehorsam abzunicken, was die Staatskanzlei vorgebetet hat.“ Bei einer vom bayerischen Landes-Caritasverband angemeldeten Demonstration gegen die Kürzungspolitik der Bayerischen Staatsregierung am Dienstag, 13. Januar 2004 in Kreuth sagte Dr. Hauser, die Abgeordneten sollten „ihr Herz und ihren Verstand fragen und sich überlegen, dass Sozialpolitik nicht von dem bestimmt sein darf, was hilfebedürftige Menschen kosten, sondern von dem, was sie brauchen.“

An der Demonstration nahmen über 200 Vertreterinnen und Vertreter des Landes-Caritasverbandes, des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising, des Diakonischen Werkes und der Arbeiterwohlfahrt teil. Dr. Albert Hauser: „Wir stehen hier für zwei Gruppen. Einmal für die Armen, Alten, Schwachen und Kranken, die nicht selber protestieren können. Und wir stehen hier für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Gefahr laufen, gekündigt zu werden.“

Mit Transparenten, Sprechchören und Trillerpfeifen machten die Demonstranten den zur CSU-Klausur in Wildbad Kreuth vorbeifahrenden Abgeordneten deutlich, dass sie nicht mit der gegenwärtigen Politik der Bayerischen Staatsregierung einverstanden sind. Ihre Position konnten sie der Bayerischen Sozialministerin Christa Stewens und dem Münchner Abgeordneten Joachim Unterländer auch direkt erläutern. Beide hatten angehalten und das persönliche Gespräch mit den Demonstranten gesucht.

Der Vorstandsvorsitzende des Münchner Diözesan-Caritasverbandes, Pfarrer Hans Lindenberger, der ebenfalls an die Demonstration teilnahm, sagte, man dürfe eine solche Politik des Sozialabbaus nicht klaglos hinnehmen. Mit der Demonstration wolle man ein „kleines Zeichen setzen.“ In Anspielung auf den strömenden Regen, in dem die Demonstranten vier Stunden standen, meinte Lindenberger: „Der Himmel weint solidarisch mit.“

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