Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 18. Februar 2004

18. Februar 2004

Caritas sammelt Unterschriften gegen Sozialabbau

Zu einer Unterschriftensammlung, mit der gegen die geplanten Kürzungen der bayerischen Landesregierung im Sozialbereich protestiert wird, hat Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon aufgerufen. Unter Verweis auf die vorgesehenen Einsparungen von über 161 Millionen Euro im Nachtragshaushalt 2004 fordert die Unterschriftenaktion „Stoppt den sozialen Kahlschlag!“. Sie spricht sich gegen einseitige Sparmaßnahmen auf Kosten sozial schwacher, kranker, alter oder behinderter Menschen und Familien mit Kindern in Bayern aus. Beim Umbau des Sozialstaates sollen die Bessergestellten mehr und die sozial Schwachen weniger belastet werden. Zudem verlangt die Aktion eine nachhaltige Reform der Gemeindefinanzen, der die Bezirke und Kommunen instand setzt, wieder ihren sozialen Aufgaben gerecht werden zu können.

Die Unterschriftenlisten wurden an alle Stadt- und Kreis-Caritasverbände, Fachverbände der Caritas und die Einrichtungen des Diözesan-Caritasverbandes sowie an alle katholischen Pfarreien im Erzbistum verteilt. Die Pfarrer hat Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon gebeten, besonders am Caritas-Sonntag am 7. März die Bürgerinnen und Bürger zur Eintragung in die Unterschriftenlisten zu ermuntern. Die offizielle Unterschriftenliste lässt sich auch hier als PDF herunterladen und ausdrucken.

Die gesammelten Unterschriften wird Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon voraussichtlich am 15. März der Landesregierung übergeben – gemeinsam mit den Direktoren der anderen bayerischen Diözesan-Caritasverbände, die ebenfalls mit den in ihren Bistümern ausgefüllten Listen vorstellig werden.

Die Folgen der Kürzungen im Sozialbereich hat der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg in einem Bericht „Die Sozialpolitik kündigt Solidarität auf“ dargestellt. Er kann hier eingesehen und heruntergeladen werden. Dem Bericht zufolge sind in der Erzdiözese Bamberg dringend benötigte Hilfen für rund 11.500 Menschen gefährdet. Bedroht sind insbesondere die Insolvenzberatung für verschuldete Menschen, das Betreuungswesen, die Beratung für Asylbewerber, Aussiedler und ausländische Arbeitnehmer, die Erholungsmaßnahmen für gesundheitlich angeschlagene Kinder aus sozial schwachen Familien und die Mutter- und Mutter-Kind-Kuren.

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