Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 11. Februar 2004

12. Februar 2004

Computer-Schrott bringt Kulmbacher Beschäftigungsgesellschaft von Caritas und AWO wieder auf Kurs

Seit 13 Jahren besteht die Integra Beschäftigungsgesellschaft. Obwohl sie sich bei Kulmbachs Bürgern großer Bekanntheit erfreut, geriet sie vor zwei Jahren in Schwierigkeiten. Jetzt konnte die Möbelbörse wieder auf Kurs gebracht werden.

Vielen Langzeit- und schwervermittelbaren Arbeitslosen konnte Integra seit ihrer Gründung den Wiedereinstieg ins Berufsleben eröffnen. Gleichzeitig leistet die gemeinnützige Firma Kulmbachs Bürgern einen willkommenen Dienst. Gut erhaltenes, einst teuer gekauftes Mobiliar müssen sie nicht auf den Sperrmüll werfen, sondern einem sozialen Zweck zuführen. Bei Integra werden die Möbel restauriert und an Menschen mit geringem Einkommen günstig wieder verkauft.

Darüber hinaus engagierte sich Integra in der Katastrophenhilfe für Osteuropa, etwa bei dem verheerenden Hochwasser 2002. Möbel und Kleidung, die sich in Kulmbach nicht wieder verkaufen ließen, brachten zahlreiche LKW-Transporte nach Tschechien, Rumanien und Russland. Auf diese Weise konnten dort soziale Projekte unterstützt werden.

Vor zwei Jahren schien die Existenz von Integra jedoch bedroht zu sein. Die Rücklagen waren aufgebraucht. Die beiden Träger, der Caritasverband für den Landkreis Kulmbach und die Arbeiterwohlfahrt Kulmbach, mussten ihre Gesellschafteranteile angreifen.

Als "Helfer in der Not", lobt Oswald Purucker, Vorsitzender des Caritas-Kreisverbandes, habe sich Landrat Klaus Peter Söllner erwiesen. Er habe Integra neue Spielräume im Bereich von Umweltschutz und Entsorgung aufgezeigt. So dient Integra jetzt auch als Anlauf- und Abgabestelle für Computerschrott. Der neue Geschäftsbereich bringt den Beschäftigten neue Aufgaben und damit neue Chancen zur Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt.

Unbürokratische Unterstützung kam von der Katholischen Betriebsseelsorge. Diözesan-Betriebsseelsorger Dr. Manfred Böhm veranlasste, dass der Solidaritätsfonds für Arbeitslose der Erzdiözese Bamberg 7.550 Euro zur Verfügung stellte. Dies sicherte die ergänzende Finanzierung eines Arbeitslosen und dadurch blieb die Arbeitsfähigkeit von Integra gesichert.

Inzwischen konnte die Beschäftigungsgesellschaft ihren Ertrag deutlich verbessern. Für 2003 erwarten Caritas und Arbeiterwohlfahrt wieder ein positives Betriebsergebnis.

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