Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 15. November 2003

15. November 2003

Neu gestaltetes Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Walburga in Bamberg reagiert auf wachsendes Problem der Demenzerkrankungen 






„Dem Problem der Demenzerkrankungen, das uns zunehmend beschäftigen wird, nimmt sich der Diözesan-Caritasverband Bamberg bereits heute an.“ Mit diesen Worten würdigte Leitende Regierungsdirektorin Petra Platzgummer-Martin das erweiterte und umgebaute Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Walburga in Bamberg bei dessen Wiedereinweihung am 13.11.2003. Sie stellte damit heraus, dass im Haus jetzt eine beschützende Abteilung mit zwölf Plätzen vorhanden ist.

„Bei allen Ängsten, mit denen das Thema besetzt ist, ist es gut zu wissen, dass es bestmögliche Betreuung gibt,“ sagte Platzgummer-Martin. Dies sei ein Grund gewesen, aus dem die Regierung von Oberfranken – ebenso wie die Stadt Bamberg – 48 der insgesamt 77 Pflegeplätze im Walburgisheim finanziell gefördert habe. Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon konnte daher bei der Einweihung dem Bezirk und der Kommune für eine Förderung von jeweils 976.500 Euro danken. Petra Platzgummer-Martin betonte umgekehrt, dass der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg „einen sehr, sehr hohen Eigenanteil“ an den Umbaukosten von insgesamt 7,79 Millionen Euro trage.

Diözesan-Caritasdirektor Simon erläuterte, dass man „das Haus fast neu gebaut“ habe, weil in ihm – wie in anderen Altenheimen auch – fast nur noch pflegebedürftige Menschen wohnten. Zudem sei man dem Wunsch von Bewohnern und Angehörigen nach Einzelzimmern nachgekommen. Neben dem beschützenden Bereich werden zehn Plätze für Kurzzeitpflege und 55 für dauerhafte Bewohner angeboten.

Heimleiter Rudolf Reinwald dankte dafür, dass ein Haus entstanden sei, in dem sich Menschen wohl fühlen können. In einem ersten Bauabschnitt von Dezember 1999 bis Oktober 2001 war zunächst ein Neubau mit 32 Pflegeplätzen entstanden. Danach hatte man in einem zweiten Bauabschnitt von April 2002 bis August 2003 den Altbau im Innern weitgehend umgestaltet; dort entstanden 33 Plätze, unter ihnen die Kurzzeitpflege und die beschützende Abteilung. Ein nicht sanierter Gebäudeteil – das „rosa Haus“ – umfasst weitere zwölf Plätze.

Dass vor allem der zweite Bauabschnitt auch eine denkmalpflegerische Herausforderung darstellte, darauf verwies Reinhard Zingler, Vorstandsmitglied des kirchlichen Wohnungsunternehmens Joseph-Stiftung, das die Planung und Bauleitung übernommen hatte. Die historische Fassade des Altbaus erstrahle, befreit von später zugefügten Balkonen und Dachgauben, in „neuem altem Glanz“.

Dass das neu gestaltete Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Walburga ein Ort der Menschlichkeit sei, in dem alte Menschen erfahren, dass ihnen Gottes Segen zuteil werde, wünschte Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der die neuen Räume segnete. Von den Pflegenden und den Angestellten in Küche, Reinigung und Verwaltung werde es abhängen, ob das Haus sich zum Segen für seine Bewohnerinnen und Bewohner auswirke. Dafür seien Eifer, Freundlichkeit, Geduld und Fürsorge entscheidend, Tugenden, die der Erzbischof bei seiner Predigt im Festgottesdienst in der Hauskapelle als „Gaben des Heiligen Geistes“ bezeichnete. Der Segen Gottes könne auch bewirken, dass Jugend und Alter einander annehmen und sich gegenseitig beschenken.

Am Sonntag, dem 16. November 2003, ist die Bevölkerung von 14 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Das Programm umfasst Hausführungen sowie Kaffee und Kuchen. Parkmöglichkeiten für die Besucher sind auf dem Stellplatz hinter dem Antonianum (AV-Medienzentrale, Jakobsplatz 8) vorhanden.

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