Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 4. November 2003

4. November 2003

Caritas bereitet Pflegekräfte auf höhere Anforderungen vor

Auf die gestiegenen Anforderungen, die auf Pflegekräfte mit der Einführung der Fallpauschalen in den Krankenhäusern zukommen, bereitet der Diözesan-Caritasverband Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sozialstationen und Pflegeheimen in einer Fortbildungsreihe vor, die am gestrigen Montag begonnen hat.

Zum Jahresbeginn 2004 wird die Abrechnung nach Fallpauschalen für die Kliniken verpflichtend. Die Krankenkassen rechnen dann nicht mehr nach Betten und Tagen des Klinikaufenthaltes ab, sondern erstatten einen festen Betrag pro Behandlungsfall. Das wird – wie die diesjährige Testphase, an der sich Kliniken freiwillig beteiligen konnten, gezeigt hat – dazu führen, dass die Krankenhäuser die Patienten durchschnittlich zwei Tage früher als bisher entlassen.

Für die Einrichtungen der ambulanten wie der stationären Pflege bedeutet dies einen höheren Pflegeaufwand. Zum einen wird das Maß an pflegerischer und medizinischer Betreuung, die diese aus dem Krankenhaus entlassenen Patienten benötigen, steigen. Zum anderen werden die Pflegekräfte nicht mehr vorwiegend mit Menschen zu tun haben, die aufgrund ihres hohen Alters pflegebedürftig sind. Sie werden verstärkt Patienten betreuen, die sich nach einem Klinikaufenthalt im Genesungsprozess befinden und einer Pflege bedürfen, die bislang im Krankenhaus geleistet wurde.

Um sie auf diese veränderte Situation vorzubereiten, führt der Diözesan-Caritasverband für Pflegekräfte aus dem Großraum Bamberg eine spezielle Fortbildungsreihe durch. In neun halbtägigen Veranstaltungen erfahren die Teilnehmenden eine intensive theoretische und praktische Schulung in Fragen wie aufwendige Verbandswechsel, Kanülenwechsel bei Luftröhrenschnitt, Schmerztherapie, künstliche Ernährung, Injektion, Infusion und Beobachtung von Herz-Kreislauferkrankungen. Die Schulungen finden in der Caritas-Berufsfachschule für Altenpflege St. Marien in Bamberg statt.

Mit dieser Fortbildungsmaßnahme zielt der Diözesan-Caritasverband auch darauf ab, Patienten und Angehörigen die Angst vor einer – in ihren Augen vielleicht zu frühen – Entlassung aus dem Krankenhaus zu nehmen. Die Caritas-Sozialstationen stehen bereit, die Angehörigen bei der Pflege zu entlasten. Die Dienste der Sozialstationen stehen allen Patienten offen, unabhängig von ihrem Alter, also auch Kindern und jungen Menschen. Das Angebot der Caritas in Stadt und Landkreis Bamberg ist flächendeckend.

Welche Sozialstation sich jeweils in der Nähe befindet, kann erfragt werden beim:

Caritasverband für die Stadt Bamberg e.V
Schützenstraße 21, 96047 Bamberg
Tel.: (0951) 98 28 10

und beim

Caritasverband für den Landkreis Bamberg e.V.
Josefstraße 27, 96052 Bamberg
Tel.: (0951) 98 18 00
E-Mail: cv.bamberg-land@caritas-bamberg.de

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