Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 23. Mai 2003

26. Mai 2003

Caritas-Altenheim St. Elisabeth dankte Mitarbeiterinnen für beeindruckende Leistung im Qualitätszirkel

Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon (ganz rechts), Prozessberater Peter Pohl und Heimleiter Paul Schlund (1. u. 2. v. links) zollten Hanne Schneider und Isabella Grudka (3. u. 4. v. links) sowie den übrigen Mitarbeiterinnen im Qualitätszirkel Anerkennung für ihre Arbeit.

Hanne Schneider, Leiterin des Qualitätszirkels, überreichte Heimleiter Paul Schlund das Qualitätshandbuch.

Mit einer Feier am 26. Mai 2003 würdigten Leitung und Träger des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Forchheim das Engagement des Qualitätszirkels, der in den letzten beiden Jahren die Einführung eines systematischen Qualitätsmanagements vorbereitet hat. Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon zeigte sich beeindruckt von der Arbeit, die insgesamt elf Mitarbeiterinnen im Qualitätszirkel und in drei Arbeitsgruppen geleistet haben.

Als eine von 59 Caritas-Einrichtungen aus dem gesamten Erzbistum Bamberg hatte sich das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth an einem im Frühjahr 2001 begonnenen Projekt beteiligt. Mit diesem Projekt verfolgte der Diözesan-Caritasverband die Einführung des von ihm selbst entwickelten Qualitätsmanagementsystems DiCVQuM.

Heimleiter Paul Schlund und Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon betonten beide, dass die Mitarbeiter im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth bereits vor Einführung des Qualitätsmanagements gute Leistungen erbracht haben. Da sich aber die Anforderungen, auch die gesetzlichen, ständig änderten und sich die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner wandelten, müsse man auf dem Laufenden bleiben. Daher müsse, so Simon, ein systematisches Qualitätsmanagement fest verankert sein. Als Vertreter des Heimträgers, des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg, betonte er, in dessen Einrichtungen verleihe DiCVQuM „Qualität ein einheitliches Gesicht“.

Auf die gesetzliche Verpflichtung für die Altenheime, ein Qualitätsmanagement zu installieren, wies Paul Schlund hin. Er kritisierte, dass der Gesetzgeber „wieder einmal durch Auflagen viel zusätzliche Arbeit verursacht, ohne dafür irgendeinen personellen oder finanziellen Ausgleich zu schaffen“. Dem Diözesan-Caritasverband dankte er, dass dieser ein eigenes Qualitätssystem entwickelt habe, das man nicht bei externen Anbietern teuer einkaufen müsse. Indem es die Mitarbeiter eng in die Einführung des Systems einbeziehe, bestehe die Chance, dass es im Alltag auch genutzt werde.

Hanne Schneider, die Leiterin des Qualitätszirkels, und Pflegedienstleiterin Isabella Grudka schilderten die besonderen Schwierigkeiten, vor die sie gestellt waren: Der Rückzug der bislang im Heim tätigen Ordensschwestern zunächst aus den Leitungspositionen, dann aus dem Haus habe im Projekt zu Verzögerungen geführt, die später wieder aufgeholt werden mussten. Sie dankten daher Peter Pohl vom Diözesan-Caritasverband für seine Unterstützung als Prozessberater. Pohl wiederum lobte Motivation und Einsatzbereitschaft des Qualitätszirkels – selbst unter Zeitdruck und bei zusätzlichem Arbeitsaufwand.

Paul Schlund dankte besonders Hanne Schneider, dass sie auch nach seiner Ernennung zum Heimleiter den Qualitätszirkel geleitet habe. Da er sich in seine neue Aufgabe erst habe einarbeiten müssen, habe sie – anders als es in den übrigen Caritas-Einrichtungen üblich war – die Verantwortung für das Qualitätsprojekt weiterhin übernommen. Ebenso dankte Schlund seiner Stellvertreterin Isabella Grudka für ihre Unterstützung in der Einarbeitungsphase. Anerkennung zollte er aber auch den anderen Mitgliedern des Qualitätszirkels und der Arbeitsgruppen: Hannelore Meixner, Renate Bürkner, Arsella Geisler, Eveline Ammon, Olga Watzata, Marga Rickert, Pauline Dorscht, Manuela Baumann und Irina Czuper. Zum Zeichen des Dankes überreichte er allen eine Kaffeetasse, gefüllt mit Süßigkeiten.

Als Ergebnis seiner Arbeit übergab der Qualitätszirkel das von ihm erarbeitete Qualitätshandbuch an den Heimleiter. Es wird zum 1. Juli in Kraft gesetzt und, wie Schlund betonte, „für uns alle der künftige Wegbegleiter“ sein. Qualitätszirkel und Arbeitsgruppen werden ihre Tätigkeit unter Leitung von Hanne Schneider fortsetzen. Die Zertifizierung durch die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft proCum Cert strebt das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth für 2004 an.

Im Wortgottesdienst in der Hauskapelle, der die Feier abschloss, unterstrich Simon, dass Religiosität zur Qualität der Caritas dazugehöre. Caritas sei ein „Zeichen des Reiches Gottes“. Das heilende Wirken an den Bewohnern der Altenheime sei nicht rein weltlich, sondern habe seinen Grund im Heilswirken Gottes. Zeichen zu sein, bedeute aber auch, dass man „nicht alle Menschen froh und glücklich machen kann“. Caritas müsse sich auf das Wichtige konzentrieren. Dazu werde die Sorge für Alte und Kranke immer zählen.

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