Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 1. Juli 2003

1. Juli 2003

„Regionalisierung der Caritas ist sein Verdienst“
Ehemaliger Diözesan-Caritasdirektor Walter Schirmer wurde 75 Jahre alt

Seinen 75. Geburtstag feierte am gestrigen Montag der ehemalige Diözesan-Caritasdirektor Prälat Walter Schirmer. Im Namen des Caritasverbands für die Erzdiözese Bamberg gratulierte ihm sein Nachfolger Domvikar Bernhard Simon. Er dankte Schirmer für die immense Aufbauleistung, die er in seiner Amtszeit von 1962 bis 1998 vollbracht habe. Als wegweisende Entscheidung Schirmers stellte Simon die Regionalisierung der Caritas heraus. Die Einrichtung von Caritas-Kreisstellen in verschiedenen Orten des Erzbistums (1962-1965) und ab 1972 die Gründung von selbständigen Kreis-Caritasverbänden sei, bestätigte Schirmer, nötig gewesen, um die anfangs auf Bamberg konzentrierte Caritas „nah an die Menschen“ zu bringen. Als Geburtstagsgeschenk überreichte Bernhard Simon dem Jubilar einen mit Wanderutensilien gefüllten Rucksack.

Der in Pforzheim geborene Walter Schirmer wurde 1954 zum Priester geweiht. Nach Kaplansstellen in Ebermannstadt und Nürnberg wurde er 1958 Domvikar und Erzbischöflicher Sekretär von Erzbischof DDr. Josef Schneider. Vier Jahre später folgte die Ernennung zum Diözesan-Caritasdirektor. In Schirmers Amtszeit wurden in Bamberg die Caritas-Beratungsstellen aufgebaut (Erziehung, Sucht, Schwangerschaftsfragen) und die Fachschule für Altenpflege gegründet. Es entstanden moderne Alten- und Pflegeheime, unter ihnen der Neubau des Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Altenpflegezentrums St. Otto in Bamberg und des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth in Forchheim. Aus der bescheidenen Arbeit mit geistig behinderten Kindern heraus betrieb Walter Schirmer den Aufbau des Heilpädagogischen Zentrums und der sonderpädagogischen Schulen in Lichtenfels. Nach seiner Emeritierung als Diözesan-Caritasdirektor übernahm Schirmer 1999 den Vorsitz des Vereins Haus St. Elisabeth e.V. und damit ehrenamtlich Verantwortung für diese Bamberger Jugendhilfeeinrichtung. (Wie bereits gemeldet, wird das Haus St. Elisabeth im September in die Trägerschaft des Diözesan-Caritasverbandes übergehen). Weiterhin tätig sein wird Prälat Walter Schirmer als Bischöflicher Beauftragter in den Seligsprechungsverfahren von Schwester M. Columba Schonath und Karmelitenbruder Alois Ehrlich.

Für sein vielfältiges Wirken wurde Walter Schirmer mehrfach ausgezeichnet: Papst Paul VI. ernannte ihn 1967 zum Monsignore, Papst Johannes Paul II. 1983 zum Ehrenprälaten. Seit 1998 ist er Ehrendomherr am Bamberger Dom. Die Caritas würdigte Schirmers Verdienste 1979 mit dem Caritas-Ehrenzeichen in Gold und 1987 mit der höchsten Auszeichnung, dem Brotteller des Deutschen Caritasverbandes. Von staatlicher Seite erhielt Walter Schirmer das Bundesverdienstkreuz am Bande 1975 und 1. Klasse 1981. Der Bezirk Oberfranken zeichnete ihn 1980 mit seiner Ehrenmedaille ebenso aus wie 1984 die Stadt Lichtenfels. Der Freistaat verlieh ihm die Bayerische Staatsmedaille für Soziale Verdienste 1993 und den Bayerischen Verdienstorden 1996.

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