Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 19. Februar 2003

19. Februar 2003

Neue Beratungsstelle für Opfer von Frauenhandel

Am 20. Februar 2003 wird in Hof die Beratungsstelle „JADWIGA Hof“ eröffnet. Sie soll Opfer des Frauenhandels betreuen

Auch in Bayern gibt es Frauenhandel und Zwangsprostitution als eine Form moderner Sklaverei. Die Opfer sind vor allem Frauen aus den osteuropäischen und südosteuropäischen Ländern. Sie geraten, meist in wirtschaftlicher und familiärer Not, in die Netze der Händler – sowohl im Rahmen des Prostitutionstourismus als auch durch fingierte Ehevermittlung oder unseriöse und illegale Arbeitsanwerbung.

Die dabei erlittene Gewalt, Ausbeutung und Freiheitsberaubung traumatisieren die Frauen in unvorstellbarem Ausmaß. Hier will das bayerische Modellprojekt JADWIGA mit Beratungsstellen in München und Hof helfen, indem es gegen den Frauenhandel kämpft und sich für dessen Opfer einsetzt.

Träger dieser Beratungsstellen ist die ökumenische gGmbH „STOP dem Frauenhandel“, die 1999 zwei kirchliche Frauenverbänden gegründet haben, die bereits vor 120 Jahren gegen den Mädchenhandel kämpften: IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit Landesverband Bayern e.V. und der Verein für internationale Jugendarbeit Landesverein Bayern e. V. (früher Verein der Freundinnen junger Mädchen).

Die neue Beratungsstelle JADWIGA Hof wird durch das Diakonische Werk Hof e. V. und den Caritasverband für den Stadt- und Landkreis Hof unterstützt. Die Beratungsstelle befindet sich im Diakonischen Werk Hof, Klosterstraße 2, in Hof.

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