Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 5. Dezember 2003

5. Dezember 2003

Wochenende für Familien mit behinderten Kinder stieß auf große Resonanz



56 Eltern mit ihren – teilweise erwachsenen – Kindern konnte Josef Noppenberger, Referent für Behindertenhilfe beim Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, im November im Haus Frankenthal in Vierzehnheiligen begrüßen. Sie trafen sich dort zu einem Wochenende, das der Diözesan-Caritasverband für Familien mit behinderten und nicht behinderten Geschwistern ausgerichtet hat.

Für die inhaltliche Arbeit mit den Eltern hatten die Referenten Josef Noppenberger und Luitgard Dannhardt das Thema Perspektiven-Wechsel aufbereitet. Dabei wählten die Veranstalter zunächst einen persönlichen Zugang: Wie kann ich durch Perspektivenwechsel andere Lösungen für meinen Alltag finden? Das Gespräch mit Eltern in vergleichbarer Lage half den Teilnehmern, eine veränderte Sicht auf die eigenen Probleme zu gewinnen und sich neue Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Situation zu überlegen.

Zum anderen wurden auch die Perspektivenwechsel thematisiert, die sich derzeit im Bereich der Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen abzeichnen. Eingehend und kontrovers diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen wie die Aufnahme von Kindern mit Behinderungen in die Regelschule oder Änderungsvorschläge zur Finanzierung der Hilfen für Behinderte.

Während sich die Eltern austauschten, kümmerten sich vier qualifizierte Betreuer und Betreuerinnen um die Kinder. Bettina Runge, Jennifer Leikauf, Erich Fleischmann und Martin Seger hatten sich ein abwechslungsreiches Programm für das Wochenende ausgedacht. Nur die Kinderbetreuung und die Versorgung im Bildungshaus ermöglichten den Eltern die thematische Arbeit, da sie von alltäglichen Lasten befreit waren. In den Pausen und am Abend blieb aber auch Zeit für Geselligkeit, Tanz und Entspannung. Das Wochenende schloss mit einem gemeinsam vorbereiteten Gottesdienst, den der Direktor des Bildungshauses, Domvikar Wolfgang Witzgall, zelebrierte.

Am Ende betonten die Eltern, dass sie Angebote dieser Art weiterhin dringend benötigten. Zudem könnten sie die Kosten dieser Veranstaltung gut bewältigen. Auf den Preis wirken sich vor allem die finanzielle Unterstützung durch die Aktion Mensch und die Förderung seitens des Freistaates Bayerns positiv aus.

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