Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 18. August 2003

18. August 2003

Caritas Sozialstation Scheßlitz versorgt seit 20 Jahren größtes Einzugsgebiet im Erzbistum Bamberg

„Im Mittelpunkt steht immer der Mensch“ Dr. Peter Landendörfer, Vorsitzender des Caritasverbandes für den Landkreis Bamberg, bekräftigte bei der Feier anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Caritas-Sozialstation Scheßlitz dieses Caritas-Motto. Anders als vor zwei Jahrzehnten stünde die Sozialstation heute aber vor einer schwierigen Aufgabe: das Engagement am Mitmenschen mit der Wirtschaftlichkeit des Pflegedienstes zu vereinbaren. „Die menschliche Zuwendung und die solide ökonomische Basis müssen auf einen Nenner gebracht werden“, betonte Landendörfer. Er nutzte den Anlass zu einem Rückblick über die Geschichte der Scheßlitzer Caritas-Sozialstation.

Die Sozialstation war 1983 von zwei Schwestern aus Memmelsdorf und einer Ordensfrau aus Stadelhofen gegründet worden. Heute hat sie das weiteste Einzuggebiet aller 20 Sozialstationen im Erzbistum Bamberg: Von Scheßlitz über Stadelhofen, Königsfeld, Heiligenstadt, Litzendorf, Memmelsdorf bis Gundelsheim sind die 23 Mitarbeiter unterwegs, um etwa 130 Pflegebedürftige zu betreuen. Zum Team gehören Krankenschwestern, Hauswirtschafterinnen, Altenpflegerinnen und Zivildienstleistende. Das Haupteinsatzgebiet ist die häusliche Pflege alter und kranker Menschen. Außerdem beraten die Mitarbeiterinnen pflegende Angehörige und leiten sie an, verleihen Pflegehilfsmittel und feiern einmal im Jahr einen Krankengottesdienst mit den Patienten.

„Überdurchschnittliches Engagement“ bescheinigte Landendörfer den Mitarbeiterinnen der Sozialstation, die sich ehrenamtlich mit der Sterbe- und Trauerbegleitung beschäftigen. Dafür dankte er ihnen und machte ihnen Mut, in der Arbeit die christlichen Grundsätze der Caritas besonders zu verwirklichen. „Das Leben muss vom Anfang bis zum Schluss eine Größe sein, über die nicht diskutiert werden darf“, erklärte Landendörfer. Gleichzeitig müsse das gesellschaftliche Ansehen von Menschen in Pflegeberufen steigen. „Die Arbeit am Nächsten muss einen neuen Stellenwert erhalten“.

Dass die Arbeit der Caritas-Sozialstation sehr geschätzt wird, bewies der spontane Besuch der früheren bayerischen Sozialministerin Barbara Stamm, des Landtagsabgeordneten Heinrich Rudrof und des Landrats Dr. Günther Denzler tags zuvor.
Gertrud Pechmann

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