Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 17. April 2003

17. April 2003

Wohngruppen für Senioren: In Fürth entsteht ein modernes Caritas-Altenheim

Regionaldekan Theo Kellerer segnete den Grundstein für das vom Caritasverband Nürnberg errichtete Senioren- und Pflegeheim St. Josef in Fürth. Foto: Sauerbeck
Genau ein Jahr nach dem Auszug der letzten Bewohner und dem Abriss des veralteten Senioren- und Pflegeheims St. Josef in Fürth konnte der Grundstein zum Ersatzneubau gelegt und Richtfest gefeiert werden. Bereits im Dezember soll das nach neuesten Erkenntnissen der Alterswissenschaft konzipierte Haus bezugsfertig sein, teilte der Caritasverband Nürnberg als Bauherr und Träger mit.

„Wohnen und Leben wie Zuhause“ heißt die Zielvorstellung, die durch Wohngruppen für insgesamt 80 Senioren verwirklicht werden soll. Das Organisationskonzept, so Heimleiter Christian Habermann, richte sich nach den Empfehlungen für Wohngemeinschaften alter Menschen, wie sie vom Kuratorium Deutsche Altenhilfe erarbeitet wurden.

Das 1966 an der Benno-Mayer-Straße errichtete Altenheim St. Josef habe nicht mehr den heutigen Erfordernissen eines vor allem auf pflegebedürftige Personen ausgerichteten Hauses entsprochen, erläuterte der Nürnberger Caritasdirektor Roland Werber. Da eine Sanierung aus Kostengründen nicht in Frage gekommen sei, habe der Caritasverband Nürnberg den Ersatzneubau beschlossen.

„Die Übergangszeit wurde bewohner- und mitarbeiterverträglich gestaltet“, unterstrich Werber. Viele Bewohnerinnen und Bewohner des St. Josef-Hauses seien in anderen Altenheimen des Caritasverbandes Nürnberg und in angemieteten Wohnmodulen untergebracht worden, so dass weder ein Heimvertrag gekündigt noch ein Mitarbeiter entlassen werden musste.

8,4 Millionen Euro kostet der Ersatzneubau, weitere 1,1 Millionen Euro fallen an für die Pflege-Fertiggebäude, die als Zwischenlösung für 47 Bewohner von St. Josef auf dem Gelände des Nürnberger Caritas-Heims St. Willibald aufgestellt wurden. An der Finanzierung des neuen Senioren- und Pflegeheims St. Josef beteiligen sich der Freistaat Bayern, die Stadt Fürth, das Deutsche Hilfswerk aus Mitteln der ARD-Fernseh-Lotterie, die Erzdiözese Bamberg und der Caritasverband Nürnberg. Die Pläne fertigte Architekt Peter Weyh von der Joseph-Stiftung Bamberg. Die künstlerische Ausgestaltung der Hauskapelle liegt in den Händen des Bildhauers Friedrich Koller aus Laufen.

Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung würdigte bei der Feier das vielfältige Engagement der Kirchen im sozialen Bereich. Die Caritas habe in den letzten Jahren viel in Ersatzneubauten für Altenpflegeeinrichtungen investiert, bestätigte Diözesancaritasdirektor Bernhard Simon. Der Fürther Dekan Karl Wuchterl dankte dem Caritasverband Nürnberg für das Stadtgrenzen überschreitende Engagement. Ingrid Petersen

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