Caritas Bamberg - Pressemitteilung vom 11. April 2003

11. April 2003


Peter Grau baut die CariThek mit auf.
Fotos: Nicole Weisheit
Bereits jetzt vermittelt die Studentin Simone Hahn im Selbsthilfebüro Ratsuchende an Selbsthilfegruppen. Künftig sollen durch die CariThek auch Freiwillige, die nach interessanten ehrenamtlichen Tätigkeiten suchen, und Organisationen, die Hilfen benötigen, zusammengebracht werden.
CariThek: Bei Anruf Ehrenamt
Diözesan-Caritasverband plant Freiwilligenbörse in Bamberg

Ob bei Besuchsdiensten, in der Kleiderkammer oder im Hospiz - die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist bei vielen Bürgern vorhanden. Aber oft ist gar nicht bekannt, welche Möglichkeiten, sich freiwillig zu betätigen, es gibt und an wen man sich wenden kann. Das hat auch der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg erkannt. Deshalb soll in Bamberg bald die CariThek ihre Arbeit aufnehmen - ein Info-Laden, der ehrenamtliche Helfer und Organisationen, die Unterstützung suchen, zusammenbringen möchte. Ehrenamtliche werden interessierte Bürger dann an Verbände und Einrichtungen weitervermitteln. Peter Grau ist Referent für Caritas und Pastorales beim Diözesan-Caritasverband. Seine Aufgabe ist es, das Freiwilligenvermittlungszentrum mit aufzubauen. Wie das funktioniert und an wen man sich wenden kann, darüber sprachen wir mit Peter Grau.

Sozialcourage: Die Caritas möchte eine Vermittlungsbörse für Freiwillige einrichten. Wo in Bamberg kann man sie finden?

Grau: Wir haben in der Oberen Königsstraße neben der Stadtbibliothek einen Laden im Deutschen Haus gemietet, die CariThek. Außer einem Infobüro, das Bürgern Auskunft über die Dienste der Caritas gibt, ist dort bereits das Selbsthilfebüro der Universität untergebracht, die Selbsthilfevermittlung und Beratung anbieten. Wir haben vor, in der CariThek künftig auch Ehrenamtliche im sozialen Bereich von Caritas und katholischer Kirche zu vermitteln.

Sozialcourage: Wie sollen geeignete Bewerber vermittelt werden?

Grau: Wir haben eine Übersicht erstellt, in die Interessenten ihr persönliches Profil eintragen können. Sie können dann genau angeben, für welche Aufgaben sie sich interessieren, wie viel Zeit ihnen zur Verfügung steht und welche Kompetenzen sie haben.

Sozialcourage: Welche Voraussetzungen müssen die Bewerber denn mitbringen?

Grau: Das hängt ganz von der Tätigkeit ab. Im sozialen Bereich ist es natürlich wichtig, zuverlässig und freundlich zu sein und gut mit anderen Menschen umgehen zu können. Aber auch für diejenigen, die eher im Hintergrund arbeiten möchten, gibt es viele interessante Aufgaben. Das kann von Gärtnerarbeiten bis zur Gestaltung von Internetseiten reichen.

Sozialcourage: Die CariThek soll in den nächsten Monaten an den Start gehen. Kann man dann sagen: "bei Anruf Ehrenamt"?

Grau: Ja, wir werden versuchen, am Telefon oder persönlich in unserem Büro alle Fragen zum Ehrenamt zu beantworten. Dadurch wollen wir Bewerber und Stellen, die Ehrenamtliche suchen, so schnell wie möglich zusammenbringen. Man hat dann einen Ansprechpartner, der eine Einführung in die neue Tätigkeit gibt, dem man über die Schulter schauen und Fragen stellen kann. Auch ist es sinnvoll, erst einmal eine Schnupperzeit zu vereinbaren, in der man sich näher kennen lernt. Dann sieht man, ob das gewünschte Ehrenamt auch wirklich zu einem passt.

Die Fragen stellte Nicole Weisheit.

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