Pressemitteilung vom 1. Februar 2002

Seniorenzentrum St. Kilian in Hallstadt wurde offiziell eingeweiht

Privatisierung kann gesellschaftliche Probleme nicht lösen. Die Verantwortlichen in Hallstadt hatten dies erkannt. Um ein Seniorenzentrum im Ort zu errichten, gründeten daher Kommune und katholische Kirchenstiftung 1998 eigens eine gemeinsame Stiftung. Ende Januar wurde das neue Haus offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Betriebsträgerschaft hat der Caritasverband für den Landkreis Bamberg übernommen.

Bei den Feierlichkeiten segnete Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon nicht nur das Gebäude, sondern weihte auch den Altar in der Hauskapelle. In seiner Predigte stellte Simon heraus, dass solch ein Haus die Liebe Gottes sichtbar werde lasse in einem oft schweren Lebensabschnitt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirkten dabei mit, alten Menschen die Erfahrung zu vermitteln: „Mein Leben ist lebenswert trotz vieler Einschränkungen.“ Auch Dr. Peter Landendörfer, Vorsitzender des Caritasverbandes für den Landkreis Bamberg, unterstrich bei der Einweihung, es gehe dem Seniorenzentrum darum, die Selbständigkeit zu fördern und den alten Menschen zu helfen, die neue Lebenssituation zu bewältigen, vielleicht sogar zu verbessern und neue Lebensfreude zu gewinnen.

Das Seniorenzentrum St. Kilian bietet 65 Pflegeplätze, 44 Bewohnerinnen und Bewohner sind in das Altenheim bereits eingezogen. Eine Tagespflegestation mit zehn Plätzen, verteilt auf zwei Gruppen, wird im März oder April ihre Arbeit aufnehmen. Die Tagespflege wird angebunden an die Caritas-Sozialstation Hallstadt, die aus der Bahnhofstraße bereits ins Seniorenzentrum St. Kilian übersiedelt ist.

Ein besonderes Angebot des Zentrums stellt die Tagesstätte für Senioren dar. Bewusst hatte die Kommune ein Grundstück in der Ortsmitte gekauft, um, wie 1. Bürgermeister Erwin Braun bei der Einweihung betonte, ein „Altwerden in der Nähe von Familie, Freunden und Bekannten“ zu ermöglichen. Auch Landendörfer nannte das Haus „offen für die Umgebung“; das Seniorenzentrum verstehe sich als Teil der Pfarrgemeinde und der Kommune. Praktisch umgesetzt wird dieses Selbstverständnis in der Tagesstätte, die Senioren auch von außerhalb des Hauses Begegnung ermöglicht.

Die Absicht, sich wirklich zu einem Zentrum für alte Menschen in der Mitte des Ortes zu entwickeln, tatkräftig unterstützen will der „Förderverein Seniorenzentrum St. Kilian“, den engagierte Hallstadter Bürger vergangenen Sommer gegründet haben. Er stellt finanzielle Mittel für die Arbeit ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bereit und hat schon zahlreiche Sachspenden übergeben: Bücher, CDs, Videoprojektoren, Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte sowie den Schaukasten vor dem Haus.

Bürgersinn bescheinigte Reinhold Zingler, Vorstandsmitglied der Joseph-Stiftung - sie hatte die Baubetreuung übernommen - auch der Stadt Hallstadt insgesamt. Statt wie viele Kommunen zwecks schneller Realisierung das Projekt auf einen privaten Investor abzuschieben, hätten die Verantwortlichen in Hallstadt den schwierigeren Weg gewählt und die soziale Verantwortung für die Senioren wahrgenommen. So hätten sie nun auch keine Bettenburg erhalten, sondern ein Haus mit vielfältigen Aufgaben selbst gebaut. Außer dem symbolischen Schlüssel überreichte Zingler eine Kilianfigur.

Mit dem Senorenzentrum, das 13 Millionen Mark kostete, wollte Hallstadt, so Bürgermeister Braun, „Aktivitäten im sozialen Bereich setzen“. Das will man auch weiterhin. Braun kündigte eine baldige Erweiterung des Hauses um einen Bereich für Betreutes Wohnen an.

Kontakt:
Seniorenzentrum St. Kilian
Hans-Wölfel-Straße 2
96103 Hallstadt
Tel.: (0951) 7 00 85-0
Fax: (0951) 7 00 85-40
Öffnungszeiten der Verwaltung: 8.00 – 17.00 Uhr

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