29. November 2002

Für Angehörige behinderter Menschen: Mehr Freizeit dank FED

Was tun, wenn Angehörige, die ein behindertes Familienmitglied rund um die Uhr betreuen, sich einmal freinehmen möchten? Oder wenn der oder die Behinderte etwas alleine –ohne die Familie- unternehmen will, aber auf Hilfe angewiesen ist? Ein neues Angebot der Offenen Behindertenarbeit Forchheim springt in die Bresche.

Einen Familienentlastenden Dienst (FED) bietet die Offene Behindertenarbeit Forchheim (OBA), die seit Sommer im Landkreis Forchheim aktiv ist, jetzt an. Es richtet sich an Familien, die mit einem Behinderten gemeinsam leben und diesen betreuen, beaufsichtigen, pflegen oder begleiten.

Die Betreuung eines behinderten Familienmitgliedes bedeutet oft einen erheblichen zeitlichen Aufwand für die Betreuungsperson, gerade wenn eine ständige Aufsicht und Begleitung notwendig ist. Darüber hinaus haben es gerade Familien mit behinderten Kindern besonders schwer, einen geeigneten Babysitter zu finden.

Diesen Familien möchte der FED eine flexible und bedürfnisorientierte Hilfe anbieten. Indem er zeitweise die Beaufsichtigung, Betreuung bzw. Versorgung des behinderten Angehörigen übernimmt, schafft er für die Hauptbetreuungsperson (meist die Mutter) nötige Freiräume.

Während der Betreuung wird der Mitarbeiter des FED den Anforderungen und Wünschen der Familie entsprechend den behinderten Angehörigen zu Hause beaufsichtigen, mit ihm gemeinsam altersgerechten Beschäftigungen nachgehen und seine Freizeitinteressen fördern. Der Mitarbeiter kann dem Angehörigen auch assistierend und begleitend zur Seite stehen, beispielsweise bei einem Stadtbummel oder einem Ausflug.

Der FED kann stundenweise genutzt werden und steht generell auch abends, an Wochenenden und Feiertags zur Verfügung. Möglich sind die Betreuungen sowohl einmalig, in unregelmäßigen Abständen als auch regelmäßig (z. B. einmal in der Woche). Eine rechtzeitige Anmeldung ist nötig. In Notfällen können auch kurzfristige Einsätze organisiert werden.

Die Kosten der Betreuung können von der Pflegekasse getragen werden, wenn der Angehörige einer Pflegestufe zugeordnet ist. Die Pflegekasse bezahlt die Betreuung in der Regel zusätzlich zum Pflegegeld der Angehörigen.
Besteht keine Einstufung in eine Pflegestufe kann die Betreuung auf eigene Kosten in Anspruch genommen werden.


Mitarbeiter gesucht

Um dieses flexible Entlastungsangebot möglichst vielen Familien anbieten zu können, werden noch geeignete Mitarbeiter benötigt. Sie sollten vor allem kontaktfähig, einfühlsam und kooperativ sein, sich einfügen können und Freude am Umgang mit Menschen haben. Vorerfahrungen im erzieherischen oder pflegerischen Bereich können vorteilhaft sein, sind jedoch nicht Bedingung. Der Einsatz erfolgt stundenweise entsprechend dem Bedarf der Familie.

Die Offene Behindertenarbeit Forchheim (OBA) wurde vom Caritasverband für den Landkreis Forchheim e. V. mit aus der Taufe gehoben. Träger der OBA ist die Trägergemeinschaft Offene Behindertenarbeit im Landkreis Forchheim e. V. Die Trägergemeinschaft besteht aus folgenden im Landkreis ansässigen Wohlfahrts- und Hilfsorganisationen: ASB, AWO, BRK, Caritas, Diakonisches Werk, Die Johanniter, Lebenshilfe und VdK in Bayern. Sie ist in dieser Konstellation einmalig.


Interessenten können sich melden bei:

Offene Behindertenarbeit Forchheim
John-F.-Kennedy-Ring 27c
91301 Forchheim
Telefon: 09191/6509-0
Fax: 09191/6509-40
Mobil: 0170/9638869
E-Mail: info@oba-forchheim.de

Bürozeiten:
Montag u. Mittwoch 13-16 Uhr
Freitag 8-13 Uhr

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