29. November 2002

Caritas Kronach: Neue Satzung und Dank an Sponsoren


Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon zeichnete Gisela Schubert von der Sozialstation Steinwiesen mit der silbernen Ehrennadel der Caritas aus.


Ein Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit war der Gottesdienst am Anfang der Caritas-Mitgliederversammlung. Fotos: Rainer Glissnik

Ein besonderen Dank stattete Vorsitzender Willi Zaich bei der Mitgliederversammlung des Caritasverbandes für den Landkreis Kronach ab.

Er galt dem Autohaus Vetter, das dem Caritas-Kreisverband einen Mitgliederbrief finanziert. „Ohne Spenden und Sponsoring könnte unser Verband manche Ideen und Vorhaben nicht realisieren,“ unterstrich Zaich. Kürzlich habe eine Erbschaft die Mietkosten der Kleiderkammer für drei Jahre finanziert. „In der jetzigen Zeit äußerst knapper Mittel möchten wir dazu aufrufen, bei den sich bietenden Gelegenheiten auch unsere wichtige Caritasarbeit zu berücksichtigen.“ Ausdrücklich dankte der Vorsitzende allen, die bei der Caritas mitarbeiten oder die deren Aktivitäten unterstützen.

Als einen besonderen Punkt bezeichnete Vorsitzender Willi Zaich bei der Versammlung in Neuses die Einführung einer neuen Satzung, die künftig für alle Caritasverbände der Diözese gleich sein solle. Neu ist die Präambel: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (Matthäus 25, 40). Dieses höchste Gebot der Nächstenliebe, der Caritas, fordert die Zuwendung zum Mitmenschen im Namen Jesu Christi. Auf dieser Grundlage steht die neue Satzung. Wesentlich ist, dass der Caritasrat als beschließendes Gremium gestrichen wurde. Hier kamen Vorstandschaft, Einrichtungsleiter, Dekane und Dekanatsratsvorsitzender einmal im Jahr zusammen. Als Austauschgremium solle der Caritasrat jedoch weitergeführt werden. Mitarbeiter des Verbandes sind künftig in Mitgliederversammlungen nicht mehr stimmberechtigt. Aufgrund des Umgangs mit öffentlichen und Spendengeldern sei diese Trennung notwendig, erläuterte Geschäftsführer Christian Behner. Mit 25 Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen (bei neun Enthaltungen) wurde die neue Satzung angenommen.

Behner stellte auch den Jahresabschluss 2001 vor. Fast zehn Millionen Mark wurden in den Bereichen Soziale Beratung, Geschäftsstelle, Sozialpädagogische Familienhilfe, Kinderhort, Heilpädagogische Tagesstätte, Familienpflegestation, Sozialstationen Kronach und Steinwiesen, Mobiler Sozialer Hilfsdienst, Tagespflege und dem Altenheim Wallenfels umgesetzt. 520 000 Mark hatte der Caritas-Kreisverband mit seinen 1500 Mitgliedern hierfür an Eigenmitteln aufzuwenden. Allein bei den Sozialstationen wurden fast 170 000 Mark zugeschossen. Natürlich werde auch hier alles für eine höchstmögliche Wirtschaftlichkeit getan, aber da Caritas einen höheren Anspruch an diese Tätigkeit habe, müssten hier eben auch mehr Mittel eingesetzt werden, betonte Behner.

Die finanzielle Seite sei eine wichtige Voraussetzung der Caritasarbeit. Die wesentlich wichtigere Säule seien aber Menschen, die sich in der Caritasarbeit engagierten, unterstrich Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon. „Wir dürfen sehr dankbar sein, dass wir noch immer viele engagierte Leute haben, die für Caritas tätig sind.“ Dies gelte für die Ehrenamtlichen, aber auch für die Hauptamtlichen, die sehr oft weit über ihre Pflicht hinaus leisteten.

Rainer Glissnik

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