27. Dezember 2002


Erzbischof feierte mit Sisters of Mary Immaculate 25-jähriges Jubiläum im Kathi-Baur-Alten- und Pflegeheim St. Heinrich

Seit 25 Jahren wirken die indischen Schwestern des Ordens Sisters of Mary Immaculate im Kathi-Baur-Alten- und Pflegeheim St. Heinrich in Burgkunstadt. Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick nahm dies zum Anlass, in einem Gottesdienst am vierten Adventssonntag persönlich seinen Dank abzustatten.

1966 hatte der Gründer der Sisters of Mary Immaculate, Bischof Louis LaRavoire Morrow, auf Bitten des damaligen Bamberger Erzbischofs, Prof. Dr. Josef Schneider, Ordensfrauen nach Deutschland entsandt. Die aus Krishnagar im nordindischen Westbengalen stam-menden Schwestern sind seitdem im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Martin in Bayreuth tätig. Nachdem sie ab 1969 auch im Kathi-Baur-Alten- und Pflegeheim St. Heinrich ausgeholfen hatten, übertrug der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg 1977 den Sisters of Mary Immaculate die Leitung des Heims. Zunächst kamen drei Schwestern ständig nach Burgkunstadt. Heute wirken dort insgesamt elf Schwestern in Pflege, Verwaltung und Hauswirtschaft. Am längsten in Burgkunstadt, nämlich 16 Jahre, ist Sr. Cicily Paliakara, die derzeitige Oberin der Schwesterngemeinschaft. Die Heimleiterin Sr. Gloria Kuttikadan gehört zu den Pionierinnen, die 1966 ins Erzbistum kamen; sie war von 1986 bis 1992 schon einmal in Burgkunstadt im Einsatz und ist nun seit 1998 wieder hier.

Als eine große Unterstützung, „die uns hilft, den Dienst an alten Menschen zu tun und unsere kirchliche Sendung zu erfüllen,“ bezeichnete Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick im Festgottesdienst in der Hauskapelle die Sisters of Mary Immaculate. „Wir brauchen sie, damit die Leib- auch mit Seelsorge verbunden ist.“ Dank ihrer weltweiten Verbindungen sei es der katholischen Kirche möglich, angesichts des Pflegenotstands und des Schrumpfens der Ordensgemeinschaften in Deutschland Schwestern aus dem Ausland zu holen. „Diese Chance sollten die Verantwortlichen in der Bürokratie nicht zunichte machen,“ kritisierte Erzbischof Schick. Mit diesen Worten spielte er darauf an, dass gegenwärtig für indische Schwestern keine neuen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse mehr ausgestellt werden. Kehrt eine Schwester im Alter, aus Gesundheitsgründen oder zur Übernahme einer anderen Aufgabe im Orden in ihre Heimat zurück, darf für sie kein Ersatz ins Land kommen.

Im Namen des Diözesan-Caritasverbandes dankte Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon den Sisters of Mary Immaculate, indem er ihnen eine Spende in Höhe von 2500 Euro überreichte, die der Orden beim Aufbau eines Krankenhauses in Indien verwenden wird.

Bereits am Samstag vor der Jubiläumsfeier hatten sich die Burgkunstädter Schwestern über bischöflichen Besuch freuen dürfen: Weihbischof Werner Radspieler, der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes, nahm an der Weihnachtsfeier des Altenheims teil.

Klaus-Stefan Krieger

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