19. Dezember 2002


Täglicher Dienst am Menschen


Foto: Robert Sauerbeck

Hier wird nicht nach Religion oder Konfession gefragt: In der Nürnberger Bahnhofsmission als einer ersten „Anlaufstelle für Menschen mit Problemen“ geht es vielmehr um schnelle und unbürokratische Hilfe.

Mütter finden dort einen Platz zum Babywickeln, Ratsuchende erhalten die Adresse einer Beratungsstelle oder ältere, kranke und behinderte Reisende erfahren Hilfe beim Umsteigen. Allein von Juli bis September dieses Jahres erhielten über 9000 Menschen Hilfe, darunter 89 alleinreisende Kinder. 35 engagierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilen sich den vielfältigen Dienst an sieben Tagen in der Woche fast rund um die Uhr, von 7 Uhr in der Frühe bis Mitternacht. Die über 100 Jahre alte Einrichtung wird von der Stadtmission Nürnberg und vom Nürnberger Verein von IN VIA - katholische Mädchensozialarbeit e.V., einem Fachverband im deutschen Caritasverband, gemeinsam getragen. Die Räume im Tiefgeschoss des Bahnhofs stellt die Bahn zur Verfügung.

Bei der Weihnachtsfeier (Bild) dankten Stadtdekan Theo Kellerer und sein evangelischer Amtsbruder Michael Bammessel acht ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihre seit zehn, 15 und 20 Jahren treu geleisteten Dienste. In ökumenischer Verbundenheit baten die Nürnberger Dekane bei dieser Gelegenheit auch um Spenden für die Bahnhofsmission, denn für den laufenden Betrieb im kommenden Jahr müssen die beiden Träger rund 130.000 Euro aufbringen. Bei der Nürnberger Acredobank wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

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