5. Dezember 2002

Warnung vor Privatisierung der Trauer
Bundestagung der Hospizbeauftragten von Diözesan-Caritasverbänden und Bistümern in Bamberg


Auch die Bistumsleitung tauschte sich mit den Hospiz-Beauftragten aus (von links): Franz Herzog, Referent für Hospizseelsorge bei der Deutschen Bischofskonferenz, Generalvikar Alois Albrecht, Thomas Hiemenz, Referent für Hospizarbeit beom Deutschen Caritasverband, Irmgard Heckmann, Ansprechpartnerin für Hospizabreit beim Diözesan-Caritasverband Bamberg, Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Simon und Konrad Göller, Diözesan-Beauftragter für Hospizseelsorge, trafen sich im Dr.-Philipp-Kröner-Haus des Diözesan-Caritasverbandes.

Die Begleitung Hinterbliebener „wird ein neuralgischer Punkt werden“ für die Seelsorge. So fasst Franz Herzog, Referent für Hospizseelsorge bei der Deutschen Bischofskonferenz die Beratungen der gemeinsamen Jahrestagung zusammen, zu der in Bamberg die Diözesan-Beauftragten für Hospizseelsorge und die Ansprechpartner für Hospizarbeit in den Diözesan-Caritasverbänden zusammengekommen waren.

Das heute zu Ende gegangene dreitägige Treffen diente unter anderem dem Erfahrungsaustausch. Dabei sei, so Herzog, deutlich geworden, dass sich Kirche und Wohlfahrtsverbände mit Tendenzen auseinandersetzen müssten, den „Totenkult zu privatisieren“. Als Beispiele nannte er Bestattungen im Friedwald und den Wunsch nach der „Urne im Wohnzimmer“. Schon wegen der Verwandten, äußerte Herzog seine persönliche Meinung, gehöre die Trauer aber in die Verantwortung des öffentlichen Raumes.

Als wichtiges Anliegen der Beauftragten und Ansprechpartner nannte Thomas Hiemenz vom Deutschen Caritasverband ferner, die Schmerzmedizin zu fördern und das Bewusstsein dieser ärztlichen Hilfe für Schwerstkranke und Sterbende in die Altenheime und alle Stationen der Krankenhäuser zu tragen. Die Tagungsteilnehmer informierten sich auch vor Ort über das Hospizhaus und die Hospizakademie in Bamberg.


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