5. Dezember 2002

Caritas Fürth gründet Beratungszentren für Flüchtlinge


Seit Anfang des Jahres führt Angelika Allen die Geschäfte beim Caritasverband für Stadt und Landkreis Fürth.
Foto: Robert Sauerbeck

Der Caritasverband für Stadt und Landkreis Fürth wird sein Engagement in der Beratung von Asylbewerbern ausbauen und die Federführung bei dem Projekt ISBERA Nord übernehmen, das im April kommenden Jahres die Arbeit aufnimmt.

ISBERA ist die Abkürzung für „Informations-, Service- und Beratungszentrum für anerkannte Asylberechtigte“. Das Zentrum will dieser Gruppe von Flüchtlingen eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen und dadurch ihre Integration fördern, berichtet Fürths Caritas-Geschäftsführerin Angelika Allen. Mittel dazu sollen etwa die Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten und die Hinführung zum Einstieg in den Arbeitsmarkt sein.

Das Zentrum wird seinen Sitz beim Zentralen Ausgleichsamt Bayern in Nürnberg (Marienstr. 23) haben und soll allen anerkannten Asylbewerbern in Nordbayern offenstehen. Vorbild ist das Zentrum ISBERA Süd, das seit Juli in München wirkt.

An ISBERA Nord sind neben der Fürther Caritas das Bayerische Rote Kreuz Fürth, die Stadtmission Nürnberg und die Arbeiterwohlfahrt Nürnberg beteiligt.

Mit AWO Nürnberg, BRK Nürnberg und den Rummelsberger Anstalten der Inneren Mission plant der Caritasverband Fürth außerdem eine Rückkehrberatung für Flüchtlinge. Sie soll, So Allen, bei der Landesaufnahmestelle in Nürnberg angesiedelt sein und ebenfalls im April starten. Ziel sei es, mit dem jeweiligen Flüchtling die Perspektiven für eine Rückkehr in sein Heimatland zu klären und ihm Hilfen anzubieten, damit er dort wirtschaftlich wieder Fuß fassen könne. Die Geschäftsführung dieser „Zentralen Rückkehrberatung Nordbayern“ übernimmt die AWO Nürnberg.

Beide Vorhaben werden vom Freistaat Bayern gefördert; Zuschüsse aus dem Europäischen Flüchtlingsfonds sind beantragt.

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